Phonische Vorbereitung auf die Geburt am CMC Foch 1991

HEBAMMENSCHULE DES CENTRE MÉDICO-CHIRURGICAL FOCH

40, rue Worth 92151 SURESNES

Abschlussarbeit, vorgelegt von: Caroline D’ORTHO und Brigitte MONNET im Hinblick auf den Erwerb des staatlichen Hebammendiploms, akademisches Jahr 1991-1992

Dank

Wir danken hauptsächlich Doktor PINET, unserem Betreuer der Abschlussarbeit, sowie Madame TORDJMAN, Hebamme, die für die phonische Vorbereitung am CMC Foch verantwortlich sind.

Wir möchten ganz besonders Madame SALIN, Psychologin und Assistentin am Centre Alfred Tomatis, für ihre Verfügbarkeit und ihr Zuhören danken.

Wir danken schließlich Madame NEVEU für ihre freundliche Mitarbeit sowie allen Patientinnen, die mit Freundlichkeit auf die Fragebögen und Interviews geantwortet haben.

Wir können nicht alle Personen aufzählen, die uns durch ihre Hilfe oder ihr Interesse an diesem Thema unterstützt haben, doch möchten wir nennen: Sidonie Deltour, Henry Angleys… Dank an die Personen des Centre Tomatis und an die Journalisten.

Gliederung

Einleitung

Erster Teil: Theorie

  1. Wer ist Tomatis? Sein Werdegang, sein Werk, seine Philosophie

  2. Das Elektronische Ohr, die Musik und die gefilterte mütterliche Stimme

  3. Die Methode der Geburtsvorbereitung

Zweiter Teil: Vergleichende Studie

Mit drei Gruppen:

  • Vorbereitung A. Tomatis

  • Klassische Vorbereitung

  • Ohne Vorbereitung

A. Allgemeines

  1. Vorstellung der Arbeitsmittel

  2. Vorstellung der drei Gruppen

B. Geburtsvorbereitung und Schwangerschaft

  1. Angstskala

  2. Beobachtung anhand der Zeugnisse

C. Die Geburt

  1. Vergleich der 3 Gruppen in Funktion der verschiedenen geburtshilflichen Parameter

  2. In den Wochenbettzimmern gesammelte Zeugnisse

D. Schluss

  • Gibt es signifikante Unterschiede zwischen diesen 3 Gruppen?

  • Bringt die Methode Alfred Tomatis einen Mehrwert?

  • Entspricht sie den Erwartungen der Frauen?

Dritter Teil: Diskussion

A. Ist die Methode Alfred Tomatis zufriedenstellend?

  1. Für die Patientinnen

  2. Für Doktor Alfred Tomatis

  3. Für das medizinische Team

B. Verzerrungen und Kritiken

C. Vorschläge

Schluss

ANHÄNGE

  • Hamilton-Skala

  • Schema des Elektronischen Ohrs

  • Diagramme der vergleichenden Studie

Zwei Ergänzungen zur Tomatis-Methode: Das fötale Hören mit der sonischen Geburt

  • Das Erlernen der Sprachen nach der Tomatis-Methode

Einleitung

Geburtshelfer und Hebammen, im Dienst der schwangeren Frauen, suchen alle nötigen Bedingungen für eine harmonische Geburt zusammenzubringen. Geburtshilflichen und neonatalen Pathologien vorzubeugen ist das Hauptziel ihrer Arbeit. Während der Schwangerschaft und der Geburt wird der psychologische und körperliche Aspekt ständig berücksichtigt. Die Geburtsvorbereitungen werden den künftigen Eltern im Rahmen dieser Vorbeugung angeboten. Zahlreich, unterschiedlich, ergänzend… Die Patientinnen können ihre Vorbereitung wählen in Funktion ihrer Erwartungen, ihrer Verfügbarkeiten, ihrer Persönlichkeit und der internen Organisation der Einrichtung, in der sie betreut werden.

Seit dem 1. Januar 1991 bietet das CMC Foch den schwangeren Frauen eine neue Geburtsvorbereitung an: die Methode der phonischen Vorbereitung nach dem Tomatis-Effekt. Eingeführt am Krankenhaus von Vesoul seit 1988, bleibt sie der breiten Öffentlichkeit, den Frauen selbst und dem medizinischen Stand wenig bekannt.

Um sie zu entdecken, ist es wichtig, ihre Funktionsweise zu verstehen, ihr auf dem „Elektronischen Ohr" basierendes Prinzip und ihren Ursprung. Dies ist das Ziel unseres ersten Teils.

Der Alfred-Tomatis-Effekt, der den schwangeren Frauen als Geburtsvorbereitung angeboten wird, muss noch seine Wirksamkeit und sein Interesse beweisen. Es ist daher nötig, mit Strenge seine Auswirkung auf die Schwangerschaft, auf die Geburt und auf das Kind bei der Geburt zu definieren, dank einer vergleichenden und retrospektiven Studie.

Schließlich wird ein persönlicher Standpunkt diese Arbeit vervollständigen.

So ziehen wir die Bilanz des Jahres 1991 dieser neuen, am CMC Foch angebotenen phonischen Vorbereitung.

1. Teil „Theorie" — Wer ist Alfred Tomatis?

Spezialist für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde der medizinischen Fakultät von Paris, ist Doktor Alfred Tomatis vor allem ein Mensch. Dank seiner Forschereigenschaften übt er seine Tätigkeiten als Therapeut aus und hat eine neue Disziplin geschaffen: die Audiopsychophonologie.

Lernen wir Alfred Tomatis kennen. Entdecken wir seine Forschungsarbeiten. So werden wir seine als Methode Alfred Tomatis oder „Audiopsychophonologie" bezeichnete Therapie besser verstehen.

1 - Ein Mensch

Als großes Frühgeborenes ist Alfred Tomatis am 1. Januar 1920 in Nizza geboren. In seinem Werk „L’Oreille et la vie" verfasst Alfred Tomatis eine Autobiographie. Er besteht auf seiner Frühgeborenheit, denn dieses Detail scheint bedeutende Folgen für sein Leben und seine Arbeiten gehabt zu haben. „Ich behalte die Überzeugung, dass die Bedingungen, unter denen ich geboren wurde, in weitem Maße dazu beigetragen haben, die Arbeiten zu orientieren, die ich bisher im Bereich des intrauterinen Lebens verfolgt habe…" „Meine Berufung als Forscher, ich finde sie in meiner Eigenschaft als Frühgeborenes auf der Suche nach einem Nirwana, aus dem ich viel zu früh ausgeschlossen wurde. „Als Frühgeborenes bin ich typisch derjenige, der, um zu leben, in diesem Moment eine ganze Ausgangsdynamik ins Spiel bringen musste; derjenige, der von Anfang an sein Verlangen zu leben in eine Anstrengung einschreiben musste. Seither ist die Tatsache zu existieren für mich unauflöslich mit einer großzügigen und nahezu permanenten Energieinvestition verbunden.

Er entscheidet sich sehr jung, mit 9 Jahren, Arzt zu werden.

„Auch ich werde Arzt sein. Auch ich werde ein Mensch sein, der sucht, was er nicht weiß."

Er verbindet die Medizin und die Forschung „auf der Suche nach Humanisierung".

Von seinem Vater ermutigt und sich seiner Berufung bewusst, müht er sich an der Arbeit ab. Er nennt sich „erbarmungslosen, unermüdlichen Büffler".

Er fügt seiner wissenschaftlichen Ausbildung eine medizinische Spezialisierung hinzu: die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Tomatis selbst erklärt uns seine Wahl: „Ich war sehr früh über gewisse Schwierigkeiten unterrichtet worden, die die Sänger, Freunde meines Vaters, antrafen, und ich hätte gern Lösungen für ihre Probleme gefunden, die die Medizin der Zeit nur wenig zu lösen sich beeilte. Das war ohne Zweifel ehrgeizig, doch es war auch eine gute Art, die kindliche Zuneigung zu investieren, die mich immer unterstützt, um nicht zu sagen inspiriert hatte im Lauf meiner Studien am Gymnasium und meiner Universitätsarbeit."

Um seinen Werdegang zu verstehen, ist es nötig, seinen Vater zu erwähnen. Er spricht von ihm mit Bewunderung und Dankbarkeit.

„Ich habe meinen Vater immer als ein außergewöhnliches Wesen wahrgenommen."

„Alles, was ich ihm verdanke, vermag ich nicht einmal zu ermessen."

„Mein Vater war ein kostbarer Verbündeter… Und sogar mehr als das, er war ein Ohr: jemand, der immer bereit war, mich zu hören, und der mehr als irgendwer anderer in meiner Umgebung mir wirklich zuhörte." Sein Vater war Theatermann, Sänger und Liebhaber der Musik.

Tomatis wuchs in dieser Welt auf und erwarb daraus eine unbestreitbare Kenntnis.

„Wenn mein Vater nach Paris kam, war ich mit Musik gesättigt — gesättigt, doch glücklich."

„Der Umgang mit meinem Vater… führte mich dazu, dieses Leben hinter den Theaterkulissen zu teilen, so reich an Lehren aller Art." Im Kielwasser eines großen Künstlers assimilierte ich nicht nur das Repertoire, ich integrierte auch die Psychologie der Sänger der Zeit und ihres Publikums.

Willensstark, arbeitsam, durstig nach Kenntnissen, von frühester Jugend an vom Theater und Gesang gewiegt, sagt Alfred Tomatis von sich, er sei emotional und beobachtend: „Aus der Wahrnehmung und Analyse dessen, was um mich vor sich geht, ziehe ich meine größten Freuden. Diese Veranlagung hat mir enorme Dienste geleistet, sowohl in der Forschung als auch in der Klinik."

2 - Ein Forscher

Als Hals-Nasen-Ohren-Arzt und konsultierender Arzt an den Arsenalen der Aeronautik konnte er eine große Zahl von Personen beobachten, die dem Lärm ausgesetzt waren. Er spricht von akustischer Aggression.

Er führt seine ersten Untersuchungen durch, häuft Beobachtungen und Messungen anhand audiometrischer Tests an. Später erscheinen ihm diese verschiedenen Parameter subjektiv. Die psychologischen Bedingungen der diesen Tests unterzogenen Personen würden deren Ergebnisse verändern. Tomatis erfindet also einen Hörtest.

„… Hörtest, in den sich die psychologischen Dimensionen, die somatischen Daten und die Verhaltensreaktionen mit der Umgebung einschrieben."

Er sucht, die Audiometrie objektiver zu machen.

Die Audiometrie studiert die Hörschwellen des Individuums. Der Hörtest sucht außerdem nach der auditiven Lateralität und der Selektivität des Ohrs. Seine Analyse erlaubt, das dominante Ohr des Subjekts zu definieren und seine Fähigkeit zu kennen, die Klänge voneinander und im Raum zu unterscheiden. Der Hörtest ist also eine Interpretation des Zuhörens und des Körperschemas des Subjekts, während die Audiometrie nur die Fähigkeit eines Subjekts zu hören analysiert. Der Hörtest ist die Grundlage der Arbeiten Tomatis'.

Dank und für seinen Vater sucht er den Sängern zu helfen, die ihre Stimme beschädigt oder verloren haben. Indem er die Hörkurven dieser Sänger studiert, stellt er fest, dass sie Defizite aufweisen, die bei Subjekten beobachtet werden, die von Berufsschwerhörigkeit befallen sind. Er schließt daraus, dass „die Sänger sich selbst das Ohr zerbrachen". Sie blieben taub. Im Lauf seiner Arbeiten, indem er sich fragte, warum die Patienten falsch sangen, gelangt er schließlich zur Behauptung:

„Ein Subjekt gibt vokal nur das wieder, was es zu hören imstande ist." Das Ohr erscheint ihm alsdann als das grundlegende Instrument der Phonation. Wir sind im Jahr 1947.

So muss man, um seine Stimme zu verbessern, das Zuhören korrigieren und/oder vervollkommnen. Seine Arbeiten orientieren sich in diese Richtung, und er definiert die physiologischen Parameter, die das Zuhören bilden:

  • Die Knochenleitung der Klänge

  • die Zeit der Hörbereitschaft des Körpers

  • die Zeit der Hörbereitschaft des Ohrs, also das Wippsystem

  • die auditive Lateralisierung mit dem rechten führenden Ohr.

Diese Gesetze regieren die audio-phonatorische Selbstkontrolle. Sie sind unter dem Namen „Tomatis-Effekte" patentiert. Sie sind die Grundlage des Elektronischen Ohrs.

  • Das Elektronische Ohr ist ein von Alfred Tomatis konzipiertes Gerät, das es ihm erlaubt, einem Subjekt eine bestimmte Hörkurve aufzuerlegen, nämlich diejenige eines vollkommenen Ohrs. Dank dieser Technik reeduziert er das Zuhören — das, gestört, zahlreiche Störungen mit sich bringt.

Wir werden später auf diese verschiedenen Begriffe zurückkommen, denn sie sind wichtig zu verstehen, um die Tomatis-Methode zu definieren.

  • Wenn die Stimme als Aussendung von Klängen definiert wird, so ist sie vor allem ein Mittel der Kommunikation dank der Sprache. Natürlich fragt sich Alfred Tomatis nach dem Ursprung der Sprache und nach dem Verlangen zu kommunizieren.

Er antwortet so:

„Sie entsteht vor allem aus dem Verlangen, die mit der Mutter während des pränatalen Lebens unterhaltene sonische Beziehung nicht abzubrechen (oder eventuell wieder anzuknüpfen)."

Wir sehen alsdann, wie Doktor Alfred Tomatis dazu geführt wurde, das pränatale Leben zu erforschen. Seine Arbeiten zum fötalen Zuhören beginnen gegen 1962.

Wir werden uns für mehr Details zu diesem Thema auf die Anhänge beziehen, doch wir behalten hier drei Elemente:

  • Der Fötus hört und memoriert die Klänge. Das Ohr ist ab vier Monaten und zwei Wochen der Schwangerschaft funktionsfähig. Es ist das erste sensitive Organ, das die ganze Geschichte und den affektiven Eindruck der Schwangerschaft anhäufen wird.

  • Während der Schwangerschaft entfaltet sich für den Fötus ein ursprüngliches Erleben von Wahrnehmungen und Empfindungen. Die Stimme der Mutter spielt eine bevorzugte Rolle. Sie ist die Grundlage der gesamten späteren affektiven und emotionalen Organisation.

  • Die Hörfunktion entwickelt sich; Reifung, die wesentlich auf den Übergang von einem flüssigen Milieu zu einem luftgetragenen Milieu zurückzuführen ist. Die Dynamik am Ursprung dieser Anpassung des Ohrs wird durch die Suche nach der mütterlichen Stimme geleitet. Es ist die Fortsetzung der in utero begründeten Kommunikation.

Alfred Tomatis bestätigt, dass die mütterliche Stimme eine Auswirkung auf die Entwicklung des Verlangens eines Kindes zu kommunizieren hat, durch das, was er sonische Geburt nennt. Es handelt sich um eine therapeutische Methode mit dem Ziel, dem Individuum zu erlauben, das Verlangen zu kommunizieren wiederzufinden und also seine Beziehungsstörungen zu korrigieren.

Durch dieses Kapitel haben wir Begriffe erwähnt, auf die Tomatis sich noch heute stützt, um eine Hilfe, eine Stütze oder eine Therapie anzubieten:

  • Hörtest: die Sprache ist eng mit dem Zuhören verbunden

  • das Elektronische Ohr

  • Verlangen zu kommunizieren: das Verlangen zu leben nimmt seine Quelle im intrauterinen Universum

  • die Stimme der Mutter führt das Kind zur Kommunikation:

  • das psychische und sensorische Leben des Fötus ist eine Einladung zu seinem künftigen Leben

Diese Punkte erlauben, die Tomatis-Methode zu verstehen. Sie stammen aus Arbeiten, Beobachtungen und Tests. Dank dieser Forschung ist Tomatis auch Therapeut.

3 - Ein Therapeut

Die Arbeiten Alfred Tomatis’ haben nur ein Ziel:

  • Hilfe zu bringen

  • eine bessere Humanisierung zu ermöglichen, um seine Begriffe wieder aufzugreifen.

Dies ist der Ursprung seiner Berufung als Forscher.

Seine therapeutischen Schemata wenden sich an die Kinder, an die Erwachsenen, doch auch an die schwangeren Frauen. Die Indikationen sind variabel und vielfältig. Doch alle beruhen auf der Qualität des Zuhörens, also auf dem Elektronischen Ohr, denn wenn die Indikationen vielfältig sind, finden alle ihren Ursprung im Zuhören.

Wir werden uns also auf den Absatz „Anwendungsfelder des Elektronischen Ohrs" beziehen, um Tomatis als Therapeut zu entdecken.

Das Elektronische Ohr

Definition: Allgemeines

Die Stimme und das Zuhören stellen, nach Alfred Tomatis, zwei voneinander abhängige Funktionen dar. Die eine würde durch die andere kontrolliert und umgekehrt. Wir haben soeben den elementaren Begriff neu definiert, auf dem der Tomatis-Effekt beruht: Selbstkontrolle. Nun aber muss man sich selbst kontrollieren, um wie ein großer Berufstätiger der Stimme zu hören. Aus dieser Notwendigkeit ist das Elektronische Ohr geboren:

  • Maschine, die dieses Lernen erlaubt

  • Apparatur, die genau die Art zu hören eines sehr guten Ohrs zu reproduzieren sucht

  • Vorgang, der erlaubt, eine Hörhaltung zu erwerben.

Es handelt sich also um eine „Maschine". Sie hat von den Fortschritten der Technologie profitiert. Heute besteht sie aus:

  • einer elektronischen Wippe

  • Verstärker

  • einem Doppelausgangs-Kopfhörer mit Vibrator und entsprechenden Kopfhörern für die doppelte Knochen- und Luftleitung

  • Mikrofone (siehe Schema des Elektronischen Ohrs in den Anhängen)

Ohne den technischen Aspekt des Elektronischen Ohrs detaillierter zu entwickeln, müssen wir festhalten, dass diese Montage eine Reedukation des Ohrs erlaubt, indem sie es zwingt, einen Klang auf eine bestimmte Weise zu hören, sobald ein Klang ausgesandt wird. Diese auditive Konditionierung verwirklicht sich, indem eine Spannung des Trommelfells ausgeübt wird, die dank der Regulierung der beiden Muskeln des Hammers und des Steigbügels erzielt wird, indem dem Subjekt ein bestimmtes Frequenzband mit einer Lateralisierung auf das rechte führende Ohr auferlegt wird.

Wir haben soeben das Elektronische Ohr in allgemeiner Weise definiert. Seine Funktionsweise beruht auf grundlegenden Prinzipien, auf die zurückzukommen uns interessant scheint. So werden wir verstehen, was „gut hören" für Tomatis ist. Wir werden also betrachten:

  • Das rechte führende Ohr

  • das Wippsystem

  • die gefilterten Klänge

  • und schließlich: „Warum Mozart?"

Grundprinzip

a) Die vorherrschende Rolle des rechten Ohrs.

Diese Bedeutung findet ihre Quelle in der Physiologie. Die Innervation des rechten Ohrs leitet die akustische Wahrnehmung auf die Ebene des linken Hörzentrums. Nun aber liegt das Verbalisierungszentrum, anders gesagt das motorische Zentrum des Kehlkopfs, sowie die Zone des Sprachverständnisses in der linken Hemisphäre. Der audio-phonatorische Kreis ist also ein direkter Kreis.

Man bemerkt eine bemerkenswerte Asymmetrie auf der Ebene der Innervation des Kehlkopfs. Das System der Selbsthörung ist also rechts kürzer. Diese beiden anatomischen Elemente erklären, dass durch seine Innervation das rechte Ohr der Information viel näher ist als das linke Ohr. Es ist also stärker in die Sprache investiert. Man kann sagen, dass das rechte Ohr einen präzisen Klang anvisiert, empfindlicher für die Höhen ist. Das linke Ohr gibt ein Gesamtpanorama der klanglichen Umgebung und erfasst besser die tiefen Frequenzen.

Über diese anatomische Dimension hinaus erinnern wir uns an einen psychologischen Begriff: die Dynamik des Rechten über das Linke. Sie haben einen unterschiedlichen Symbolwert. Das Rechte stellt die Kontrolle, die Aufsicht und die Zukunft dar, das Linke den Affekt und die Vergangenheit. Es ist beruhigend, dass die Emotionen kontrolliert werden, für ein besseres Gleichgewicht. Alfred Tomatis stellt fest, dass eine schwangere Frau mit dominantem linkem Ohr — diagnostiziert dank des Hörtests — sehr ängstlich ist. Daher schlägt er eine auditive Stütze durch das Elektronische Ohr vor, um ihr rechtes Ohr zu lateralisieren: ihr rechtes Ohr wird alsdann dominant sein.

Die Legastheniker, Linkshänder des Ohrs, korrigieren ihre Störungen, nachdem sie sich Sitzungen unter dem Elektronischen Ohr unterzogen haben. Dank dieser Reedukation des Zuhörens wird das rechte Ohr dominant sein.

Diese beiden Beispiele illustrieren die folgende Selbstverständlichkeit: die Kommunikation ist leichter, wenn die Ängste minimiert sind und wenn die Phonation klar ist.

Gut lateralisiert sein, was heißt, ein dominantes rechtes Ohr zu haben, konditioniert ein gutes Zuhören.

b) Das Wippsystem.

Um die Funktionsweise des Elektronischen Ohrs zu verstehen, erinnern wir uns an die beiden Typen der Klangleitung:

  • Knochenleitung: durch die Vermittlung des Schädels informieren die Schwingungen den Hörnerv.

  • Luftleitung: direkte Leitung. Die Schwingungen des Trommelfells gelangen zum Innenohr, das den Hörnerv informiert.

Es gibt eine Latenzzeit zwischen den beiden Übertragungsarten. Der Klang kommt direkt im Innenohr durch Luftleitung an. Um diesen Klang zu erfassen, muss gewissermaßen „das Ohr bereit sein zuzuhören". Das wird durch den Knochenweg verwirklicht. Es handelt sich um die Zeit der Hörbereitschaft des Körpers.

Ein gutes Zuhören wird nur erzielt durch die Vermittlung einer dynamischen Statik, einer Vertikalität der Person sowie einer Dynamik des Mittel- und Innenohrs: einer Spannung der beiden Muskeln des Hammers und des Steigbügels, um das Trommelfell darauf vorzubereiten, den Klang aufzunehmen. Das Elektronische Ohr erlaubt dem Ohr, auf bessere Weise zu hören dank seines Wippsystems zwischen Knochen- und Luftleitung. Das führt zur Verringerung der Latenzzeit.

  • Die Knochenleitung wird durch eine vertikale Statik der Person begünstigt

  • die Luftleitung wird durch die Qualität des Gehörgangs erleichtert, der das äußere Ohr bildet, und durch die Spannung des Trommelfells.

Nun aber trägt das Hören gefilterter Klänge, reich an hohen Frequenzen, zur wirksameren Arbeit der Muskeln des Mittelohrs bei. Es ist eine Reedukation des Trommelfells.

Gut zuhören heißt auch, die zwischen der Knochen- und der Luftleitung eines Klangs bestehende Latenzzeit auf ein Minimum zu reduzieren.

c) Die gefilterten Klänge: klangliches Universum des intrauterinen Lebens.

Außer der Lateralisierung des rechten Ohrs und dem Wippsystem ist das Hören gefilterter Klänge unerlässlich für die Konditionierung des Elektronischen Ohrs.

  • Sie wirken direkt auf die Muskelspannung des Trommelfells: je höher der Klang, desto gespannter das Trommelfell. Die gefilterten Klänge aktivieren das Muskelsystem.

  • Aussendung von Klängen in einem wässrigen Milieu,

  • Skotomisierung der tiefen Frequenzen im Labor.

Wir wissen, dass der Fötus hört. Er memoriert die Klänge. Das fötale Ohr ist ab vier Monaten und zwei Wochen der Schwangerschaft funktionsfähig. Er badet in einem Universum von Klängen, in dem die mütterliche Stimme eine vorrangige Bedeutung hat: jenseits des Semantischen kommuniziert sie das Affektive.

So erlauben die gefilterten Klänge:

  • Eine Reminiszenz des uterinen Milieus in seinem sichernden Aspekt — das Wohlbefinden, das harmonische Aufblühen.

  • Einen sehr dynamisierenden Aspekt, hervorgerufen durch die hohen Frequenzen.

Die auditiven Stimulationen durch hohe Frequenzen verbessern den zerebralen Tonus, geben eine Öffnung des Bewusstseins, beanspruchen die gesamte Teilnahme des Subjekts. Alfred Tomatis bezeichnet diese Wirkung mit dem Begriff: Vertikalität.

Durch die Vermittlung des Ohrs berühren die gefilterten Klänge das Individuum in seiner Gesamtheit. Ein Gleichgewicht verwirklicht sich zwischen einer Besänftigung und einer Beanspruchung der gesamten Energie des Körpers und des Bewusstseins.

d) Die Wahl der Klänge.

Alfred Tomatis filtert die Klänge ausgehend von der mütterlichen Stimme und den Werken Mozarts. Studieren wir diese Auswahl.

Das Elektronische Ohr sendet einem Subjekt gefilterte Klänge, um eine Pädagogik des Zuhörens zu vollziehen. Das verwirklicht sich durch eine auditive Konditionierung, die auf das intrauterine Zuhören zurückverweist. Diese klangliche intrauterine Umgebung ist wesentlich von der mütterlichen Stimme erfüllt. Wir verstehen also, warum Tomatis die mütterliche Stimme aufnimmt und dann filtert. Wiederum unter dem Elektronischen Ohr gehört, stellt sie die affektive Ladung wieder her, die unerlässlich ist, um bei einem Kind das Verlangen zu kommunizieren — das Verlangen zu leben — zu wecken, zu beschleunigen oder wiederzugeben. Die mütterliche Stimme wird zu therapeutischem Zweck verwendet. Tomatis besteht stark auf der mütterlichen Stimme. Sie steht am Ursprung des Verlangens eines Fötus zu leben, durch die Liebe, die sie übermittelt.

Die mütterliche Stimme ist nicht immer verwendbar oder wünschenswert. Alfred Tomatis verwendet alsdann musikalische Klänge. Nach seinen klinischen Erfahrungen und seinen Laborversuchen haben die Werke Mozarts — vor allem die Stücke für Violine — den Vorzug Tomatis’. Sie erlauben es, dieselben Wirkungen wie die mütterliche Stimme zu erzielen. Die Ergebnisse sind erstaunlich, stets positiv, in allen Ecken der Welt und welche Ethnie auch immer betroffen ist. „Die Musik Mozarts ist universell", erklärt Alfred Tomatis. Er fügt hinzu: „Mozart ist ein genialer Komponist." Vergessen wir nicht, dass Tomatis die Musik kennt.

Er hat mit anderen Komponisten gearbeitet, doch die Ergebnisse waren nicht so überzeugend. Mozart, in gefilterten Klängen wiedergegeben und unter dem Elektronischen Ohr gehört, wird zum Vektor der Harmonisierung, der Dynamisierung, des Erwachens und der Kreativität. Die Antworten sind unmittelbar: das Subjekt wird aktiv, verändert seine neuro-vegetativen Referenzen, sieht seine Atmung sich weiten, seinen Puls sich beschleunigen… Es zeigt ein Verlangen, mit seiner Umgebung zu kommunizieren. Die Stücke für Violine Mozarts enthalten zahlreiche Sequenzen, reich an hohen Klängen. Nun aber besteht die klangliche Welt eines Fötus wesentlich aus hohen Klängen oberhalb von 8000 Hertz. Mozart wird zu therapeutischem Zweck, doch auch in einer Stützarbeit verwendet.

Ein drittes klangliches Element, doch ungefiltert, wird im Wechsel verwendet: die gregorianischen Gesänge. Die Modulationen halten hier auch eine Universalität und eine unbestreitbare pädagogische und therapeutische Wirksamkeit. Im Gegensatz zur Musik Mozarts beruhigt das Gregorianische, besänftigt, beansprucht aber ebenso die Vertikalität.

Alfred Tomatis verwendet in gewissen Fällen die Abzählreime der Ethnie, der das Kind angehört. Sie suchen, eine sprachliche Dynamik anzuregen, wenn die Kinder Sprachstörungen zeigen. Die Rhythmen, die sie enthalten, bereiten darauf vor, die Sprache mit ihren psychoaffektiven Auswirkungen anzunehmen, die geeignet sind, die relationale Umgebung zu verwandeln.

Die gefilterten Klänge projizieren das dem Elektronischen Ohr ausgesetzte Subjekt in das intrauterine Universum. Diese Klänge wirken auf die Genese des Verlangens zu kommunizieren und also zu leben. Für Alfred Tomatis sind die Sprachstörungen unter anderem die Folgen der Störung des Verlangens zu kommunizieren.

Das Elektronische Ohr ist technisch fähig, eine auditive Konditionierung an die durchzuführende Therapie anzupassen, ein Vorgang, der jeder Person eigen ist. Diese Konditionierung moduliert sich je nach auditiver Lateralisierung und Latenzzeit, definiert durch das Wippsystem. Die Wahl liegt sodann beim Therapeuten, gefilterte Klänge zu senden, die ausgehend von der mütterlichen Stimme oder den Werken Mozarts erhalten werden, im Wechsel mit gregorianischen Gesängen und/oder Kinderabzählreimen. Der Therapeut muss ein pädagogisches Schema aufstellen nach den bei dem Individuum beobachteten Störungen und den Ergebnissen der Hörtests, denen es sich unterzogen hat.

Sehen wir, was die Anwendungsfelder der Methode Alfred Tomatis sind. Sei bereits angemerkt, dass diese Methode eine Therapiearbeit, doch auch eine Stützarbeit anbietet. Sie muss alsdann als eine Hilfe ins Auge gefasst und angegangen werden. In diesem Rahmen liegt die Geburtsvorbereitung. Wir stehen nicht vor einer Pathologie. Wir werden später auf diesen Aspekt zurückkommen.

3 - Anwendungsfelder

  • Alfred Tomatis schlägt vor, die Stimme der großen Opernsänger zu reeduzieren, indem er ihnen wieder beibringt, mit Genauigkeit zu hören, das heißt dem rechten Ohr alle seine Selbstkontrollmöglichkeit zurückzugeben.

  • Durch seine Konsultationen konnte er zahlreiche Hörkurven analysieren und so feststellen, dass die verschiedenen menschlichen Gruppen jeweils eine ganz besondere Art haben, ihr Ohr zu nutzen. Jede ist empfindlich für ein bestimmtes Frequenzband — also für eine bestimmte Selektivität. Dies erklärt sich durch die verschiedenen Impedanzen, Luftwiderstände gegen die Klänge. Reich an dieser Feststellung, wird das Elektronische Ohr das Erlernen der Fremdsprachen erleichtern, indem es das Ohr auf ein bestimmtes Frequenzband öffnet, das eine Sprache charakterisiert:

  • Französisch: 1000 bis 2000 Hertz

  • Italienisch: 2000 bis 4000 Hertz

So wird ein Franzose schnell Italienisch lernen können, indem er es wie seine Muttersprache hört. Wir entwickeln diese Anwendung detaillierter im Anhang.

  • Alfred Tomatis wird dazu gebracht, Kinder zu behandeln, bei denen er eine große Zahl von Schwierigkeiten beim Lesen oder Schreiben bemerkt. Er sieht das Schreiben als das erste Magnetband und entwickelt dank des Elektronischen Ohrs zum Beispiel eine Behandlung für die Legasthenien. Jenseits dieser schulischen Schwierigkeiten schlägt Alfred Tomatis diesen Kindern in Beziehungsschwierigkeiten — wie dem autistischen, dem charakterlich gestörten, dem stotternden Kind usw. — eine Stütze mit Hilfe eines individualisierten Programms vor. Für Alfred Tomatis handelt es sich angesichts seiner klinischen Ergebnisse um eine Therapie. Schematisch ist der Ursprung dieser Störungen eine Verzerrung der Kommunikation. Er schlägt vor, dank des Elektronischen Ohrs den Übergang vom flüssigen Hören zum luftgetragenen Hören wieder zu erleben. Dies ist es, was er die sonische Geburt nennt. Es handelt sich um eine Behandlung, ausgearbeitet ausgehend vom Hören immer mehr gefilterter Klänge, bis Frequenzen oberhalb von 8000 Hertz erzielt werden, was dem intrauterinen Hören entspricht.

  • Alfred Tomatis arbeitet wesentlich mit Kindern, doch auch — für die Kinder — mit den Eltern. Vergessen wir nicht, dass die mütterliche Stimme im Verlangen des Kindes zu kommunizieren vorrangig ist. Auf dem Einband eines seiner zahlreichen Werke, „L’Oreille et la Vie", können wir lesen: „Er besänftigt die Ängstlichen, beruhigt die Nervösen, gleicht die Instabilen aus, bekämpft die Überarbeitung, das Stottern, das Ohrensausen und die Rechtschreibfehler. Er lässt richtig singen, lehrt gut lesen, hebt die schwächelnden Willen und gibt das Gedächtnis denen zurück, die es verloren haben."

Doch letztlich tut er nur eines: er lehrt zuzuhören.

Davon ausgehend sind die Anwendungsfelder immens. Das Erlernen einer Sprache ist ein gutes Beispiel. Die Geburtsvorbereitung ist ein weiteres, denn gut zuhören ist vielleicht ein notwendiges Element, um:

  • Seine Schwangerschaft gut zu erleben

  • gut mit seinem Baby zu kommunizieren

  • gut zu gebären

  • sein Baby gut zu empfangen…

Die beiden Anwendungen stellen keine pathologische Situation dar. Es handelt sich um eine Stütze. Von diesem Punkt aus können wir uns fragen:

  • Wie sind wir dazu gekommen, an eine Geburtsvorbereitung nach der Methode Alfred Tomatis zu denken?

  • Was können die Auswirkungen einer Schwangerschaft sein, die „unter" dem Elektronischen Ohr erlebt wird?

  • Wie wird sie in die Praxis umgesetzt?

Geburtsvorbereitung

1 - Ursprung der phonischen Vorbereitung

Obwohl er der Verfasser von „La Nuit utérine" ist, einem Werk, das die intrauterine Umgebung des Fötus beschreibt, steht Tomatis nicht direkt am Ursprung der phonischen Vorbereitung. Die Ausarbeitung der Kommunikation schon vom intrauterinen Leben an ist eine aus seinen Arbeiten heraus ins Licht gesetzte Theorie. Sie ist die Grundlage seines therapeutischen Prinzips unter dem Elektronischen Ohr. Doch diese Methode, auf die Schwangerschaft angewandt, verdanken wir einer Hebamme und einem Geburtshelfer.

Da er von der Theorie verführt war und die Geburtsvorbereitungskurse verbessern wollte, hat die Abteilung von Professor KLOPFENSTEIN, in einer Entbindungsklinik im Osten Frankreichs, eine Vorbereitung unter dem Elektronischen Ohr versucht. Wir waren im Jahr 1987. Diese Initiative wurde mit großer Zurückhaltung und Skepsis vom Pflegepersonal aufgenommen.

Die Hebamme, Marie OUVRARD, hatte während ihrer in Marokko verbrachten Jahre die Bedeutung des Gesangs und Tanzes in dieser Kultur sowie die Auswirkung, die das im Moment der Geburt haben konnte, geahnt. Tatsächlich beobachtete sie zahlreiche durchaus harmonische Geburten, während es dort keine Struktur von Vorbereitungskursen gab. Die Vorbereitung ging gewissermaßen aus ihrer kulturellen Tradition hervor und sicherte ein physisches und psychologisches Wohlbefinden bei der schwangeren Frau. Aus dieser bedeutenden Stellung der Musik für den Körper und den Geist wurde in Frankreich das Interesse für eine phonische Vorbereitung geweckt.

Den Frauen Entspannung und Dynamik sichern, damit sie sich während ihrer Schwangerschaft in bester Form fühlen. Den Beginn der Kommunikation mit dem Kind gut erleben und von da aus einen Einfluss auf den Augenblick der Geburt tragen.

Alfred Tomatis selbst sieht in dieser Vorbereitung eine Art, die Entwicklung des Kindes durch eine harmonische, bereicherte und anregende Kommunikation dank der mütterlichen Stimme zu verbessern. Als Audio-Psycho-Phoniater wünscht er eine longitudinale, also längerfristige Studie durchzuführen, die das Verhalten des Kindes bis zu seiner Öffnung auf das Soziale durch die Sprache und die Schulbildung darlegt.

Die Basistechnik des Elektronischen Ohrs ist keineswegs eine Experimentierung. Die Schwangerschaft ist eine neue Anwendung. Es ist ein fertiges Produkt, das er uns liefert, ein der Öffentlichkeit zur Verfügung gestelltes Material, das es gut zu nutzen gilt. Es liegt an den Hebammen, es zu entwickeln. Die Centres Tomatis sind Pilotzentren, die diese Vorbereitung nicht selbst entwickeln möchten. Doch sie erlauben den Frauen, die es wünschen, zusätzliche Sitzungen. Sie bieten den Geburtshelfern und den Hebammen die Möglichkeit, sich für die Analyse der Hörkurven und die Einstellung des Elektronischen Ohrs ausbilden zu lassen… Projekte: Vesoul, Foch, les Diaconesses…

2 - Ziele

Gestützt auf die Arbeit des Elektronischen Ohrs müssen die Hörsitzungen es der Frau erlauben, sich zu entspannen und eine bessere Dynamik wiederzufinden. Die mit einer solchen Energie und einem solchen Gleichgewicht ausgestattete Schwangerschaft würde es erlauben, eine harmonische Kommunikation mit dem Fötus herzustellen. Aus dieser Kommunikation würde das Verlangen entspringen, die Welt kennenzulernen, das Verlangen des Fötus zu leben!

Sie ersetzen keinesfalls die Informations- und Atemkurse, die die Geburt betreffen und im Lauf der sogenannten klassischen Vorbereitungen gelehrt werden. Das Elektronische Ohr ist ein der Öffentlichkeit zur Verfügung gestelltes Gerät, ein ergänzendes Mittel, sich auf die Geburt seines Kindes vorzubereiten.

Das Hauptziel ist, die Angst zu minimieren, um die Mutter-Kind-Beziehung zu fördern, ohne jedoch die strukturierende Rolle dieser Angst zu leugnen, die notwendig ist, um die Geburt, die Niederkunft, die Trennung vom imaginären Kind zu akzeptieren…

Es ist natürlich, sich über die Ziele dieser Vorbereitungsmethode zu fragen, doch unterscheiden wir zwei Aspekte:

  • was wir davon erwarten:

Nach der Theorie und der therapeutischen Erfahrung Alfred Tomatis’ selbst können wir diese oder jene Wirkung erhoffen:

  • was wir feststellen:

Nach der Erfahrung, der Beobachtung und der Analyse objektiver Elemente können wir schließen, dass die phonische Vorbereitung tatsächlich diese oder jene Wirkungen auf die Schwangerschaft, auf die Wehen, auf die Austreibung hat…

Wir werden in einem ersten Schritt zu definieren versuchen, was wir von der phonischen Vorbereitung erwarten können. Der zweite Teil dieser Arbeit wird sich beim zweiten Aspekt aufhalten. Sodann werden wir versuchen, sie parallel zu setzen, um zu schließen.

Wenn wir denken können, dass die phonische Vorbereitung die Ängste der schwangeren Frauen minimiert, so können wir ein besseres Befinden bei der Geburt erhoffen:

  • Verringerung der Wehendauer,

  • Verringerung der Zahl der Kaiserschnitte,

  • Verringerung der Rate der instrumentellen Eingriffe,

  • Verringerung der chronischen und/oder akuten fötalen Leiden; die Erfahrung der Entbindungsklinik von Vesoul scheint sich in dieser Richtung zu orientieren.

Können wir jenseits der Geburt ein besseres Befinden des Kindes erhoffen? Dies sind die Erwartungen Alfred Tomatis’. Tatsächlich erleichtert die unter dem Elektronischen Ohr erlebte Schwangerschaft die Kommunikation Mutter/Fötus, begünstigt also das Verlangen zu kommunizieren dieses Fötus, der Kind, Jugendlicher wird… Daher ein besseres Erwachen, eine gute psychomotorische Entwicklung, eine bessere Sozialisierung. Wir stellen uns die Schwierigkeiten vor, die zu überwinden sind, um eine longitudinale Studie zu erstellen, die es erlaubt, objektive Ergebnisse zu erhalten, doch werden wir mit mehr Abstand eines Tages auf diese Frage antworten können?

3 - Mittel

Die Grundprinzipien des Elektronischen Ohrs bleiben dieselben. Durch ein Wippsystem wird es eine doppelte Arbeit am Ohr verwirklichen, um das aktive Zuhören zu optimieren. Das Gerät sichert im Lauf der Sitzungen:

  • Eine bessere Vertikalität: der Körper wird auf das Zuhören eingestellt.

  • Eine Verringerung der Latenzzeit, um das Ohr für die Klänge zu öffnen.

Die gefilterten Klänge (hoch und mittel) werden dazu beitragen, die Muskeln des Hammers und des Steigbügels arbeiten zu lassen, um das Trommelfell zu spannen… Durch eine auditive Lateralisierung nach rechts erlaubt man die Verbesserung der Statik (Kontrolle des Gleichgewichts) sowie eine Beherrschung der Sprache.

  • Wippe Knochen-Luftleitung.

  • Lateralisierung — rechtes Ohr.

  • Filterung.

Drei Säulen der Methode Alfred Tomatis zur Verbesserung der Stimme der Mutter.

4 - Bedeutung der mütterlichen Stimme in der klanglichen Umgebung des Fötus

Wir hatten bereits Gelegenheit, die mütterliche Stimme zu erwähnen. Wir erlauben uns, darauf zurückzukommen, um einige Informationen beizutragen. Sie stammen auch hier aus den Arbeiten Alfred Tomatis'.

Der Fötus lebt in einer Klangwelt, da er von den Atem-, Verdauungs-, Herzbewegungen seiner Mutter umgeben ist. Doch glücklicherweise haben die Klänge tiefer Frequenz eine sehr schlechte Knochenleitung. Überdies ist die Luftleitung sehr gedämpft. Um die Bauchwand zu durchqueren, bedürfte es ungefähr 110 Dezibel, also das Äquivalent eines Lautsprechers. Der Fötus nimmt also hauptsächlich die Klänge durch Knochenleitung wahr. Die Obertöne hoher Frequenzen werden bevorzugt wahrgenommen. Es gibt sogar eine Verstärkung der Höhen und Mitten auf diesem Übertragungsweg.

„Wenn der Kehlkopf schwingt, reagiert die Wirbelsäule wie die Saite eines Bogens. Das Becken wird zu einem riesigen Resonanzkörper."

Der Fötus wird während der Schwangerschaft von der Stimme seiner Mutter gewiegt, verstärkt. Sie erreicht ihn nicht deutlich. Es sind die Modulationen, die Obertöne, das Timbre dieser Stimme, das das Kind bei der Geburt wiederzufinden sucht. Er nimmt auch alles wahr, was die Mutter hört, übertragen durch Knochenleitung. So ist die Mutter ein Ohr, das das Kind zum Universum öffnet.

5 - Der Platz des Vaters

Für Alfred Tomatis wird die Stimme des Vaters vom Kind wahrgenommen wie alle umgebenden Klänge durch Knochenleitung, doch in abgemilderter Weise im Verhältnis zur mütterlichen Stimme, die direkt auf seinem Körper schwingt. Doch wenn die Mutter die Stimme des Vaters auf positive Weise empfängt, in aufmerksamem Zuhören, wird sie sie dem Fötus übermitteln. Er wird sie unterschiedlich empfangen, wenn diese selbe Mutter dem Vater gegenüber zurückhaltend ist. Die Rolle des Vaters ist auch, seine Frau in ihrer Rolle als Mutter zu unterstützen. Für Tomatis greift der Platz des Vaters beim Fötus und beim jungen Kind indirekt ein, durch das Aufblühen der Mutter; er hat so seine ganze Bedeutung.

6 - In der Praxis

Die Anwendung der phonischen Methode in Foch wurde im Januar 1991 dank des Elektronischen Ohrs mit der Teilnahme von Herrn PINET und Madame TORDJMAN eingerichtet. Sie wurde nach folgenden Kriterien festgelegt: zwei Hörsitzungen pro Woche während fünf Wochen; im achten Monat der Schwangerschaft etwa Sitzung gefilterter Klänge ausgehend von Mozart im Wechsel mit gregorianischen Gesängen. Diese phonische Vorbereitung wird den interessierten Frauen ergänzend zu den klassischen Kursen angeboten.

Der Kopfhörer:

Wiedergabe der Art zu hören eines sehr guten Ohrs.

Lateralisierung:

  • Sie erlaubt eine Arbeit am Gleichgewicht, die Hörbereitschaft des Körpers in dynamischer Position

  • sie erlaubt eine bessere Selbstkontrolle der mütterlichen Stimme.

Diese Lateralisierung nach rechts ist bei der schwangeren Frau wichtig. Wir erinnern uns, dass die rechte zerebrale Hemisphäre mehrheitlich mit dem linken Ohr verbunden ist. Sie stellt das Gehirn der Emotionen und des Affektiven dar. Mit einem dominanten linken Ohr riskiert die schwangere Frau, zu großen Ängsten unterworfen zu sein. Man muss also die Arbeit des rechten Ohrs und des linken Gehirns ausgleichen, verstärken. Überdies akzentuiert diese Lateralisierung nach rechts den motorischen und psychologischen Dynamismus.

Das Wippsystem:

Durch Verringerung der Zeit zwischen Luft- und Knochenleitung. Es gibt einen Fortschritt im Lauf dieser Sitzungen: die Latenzzeit wird immer kürzer.

Die gefilterten Klänge:

Skotomisierung der tiefen Frequenzen und Übergang in ein flüssiges Milieu. Sie sichern ein Wohlbefinden, eine Besänftigung, eine Reminiszenz der intrauterinen Sicherheit. Die hohen Klänge stimulieren den Cortex und sichern eine tympanische Spannung durch eine Muskelarbeit.

Die Sitzungen der phonischen Vorbereitung folgen einem gemeinsamen und vorher festgelegten Programm. Da diese Methode am Ursprung eine Therapie ist, würde das Hören gefilterter Klänge auf übermäßige oder unangepasste Weise riskieren, Affekte bei gewissen Frauen zu wecken. Das ist nicht das Ziel dieser phonischen Vorbereitung. Vorher unterziehen sich also die schwangeren Frauen einem Audiogramm. Dieser Test schließt Hörpathologien aus. Die mütterliche Stimme wird nie verwendet. Hingegen wird die Musik Mozarts gefiltert. Sie ist es progressiv und schwach im Verhältnis zu einem Programm, das zu therapeutischem Zweck bestimmt ist. Sie wird im Wechsel mit ungefilterten gregorianischen Gesängen abgespielt. Die Rhythmen erleichtern die Besänftigung und die Ruhe.

Die Periodizität dieser Vorbereitung ist ein wichtiger Faktor. Man kann erstaunt sein von der recht kurzen Zeitspanne, in der sich die Sitzungen abspielen. Durch dieses Programm vollzieht sich eine Arbeit am rechten Ohr. Das Zuhören und die mütterliche Stimme verbessern sich. Normalerweise erhält sich dieses Phänomen durch sich selbst über die Sitzungen hinaus. Die Mutter findet dank dieser Sitzungen einen Dynamismus und eine Aktivität wieder, die ihr erlauben, teilnehmend zu sein. Doch sie darf nicht vom Elektronischen Ohr abhängig sein. Überdies könnten zu viele Sitzungen die gegenteilige Wirkung haben und eine Sättigung des Ohrs nach sich ziehen.

Allein und spontan vollzieht und teilt die Mutter an der Kontinuität der Vorbereitung bis zur Geburt und darüber hinaus. Durch eine bessere Haltung verändert sich ihre Stimme, wird tonischer, timbrierter und modulierter. Indem sie mit ihrem Kind spricht, wird sie diese Arbeit unterhalten. Die Klinik von Vesoul und die Centres Alfred Tomatis bieten andere Rhythmen an:

  • Im sechsten Monat der Schwangerschaft, während fünfzehn Tagen, 1 h bis 1 h 30 Sitzung unter dem Elektronischen Ohr pro Tag.

  • Sodann im achten Monat, während acht Tagen.

Es handelt sich um eine tiefergehende Arbeit. Doch diese beiden Stützmaßnahmen haben dieselben Ziele.

Erwähnen wir den Gruppenaspekt dieser Vorbereitung. Ein Phänomen der Anregung wird festgestellt. Die Gruppendynamik und das Teilen unter Frauen scheinen erleichtert:

  • Sie entwickeln sich in einem gleichen Rhythmus.

  • Sie finden sich immer in derselben Gruppe und häufig wieder.

Eine gewisse „Geselligkeit und Brüderlichkeit" wird bemerkt.

„Es ist eine andere Art, ins Krankenhaus zu kommen, weder für eine Konsultation noch für eine Untersuchung".

„Wir fühlen uns freier."

„Es ist leichter, mit der Hebamme zu sprechen als bei der Konsultation."

Doch wir können uns fragen, ob dieses Interesse der phonischen Vorbereitung eigen ist. Die phonische Vorbereitung erlaubt es der schwangeren Frau, ihr Zuhören zu verfeinern und so ihre Kommunikation mit dem Anderen zu erleichtern. Die Dynamik einer Gruppe in phonischer Vorbereitung könnte davon wohl beeinflusst sein.

Zweiter Teil: Vergleichende Studie

Allgemeines

1 - Vorstellung der Arbeitsmittel

Das auf die schwangere Frau im Rahmen einer Geburtsvorbereitung angewandte Elektronische Ohr scheint auf theoretischer Ebene vielversprechend. Ausgehend von der Analyse konkreter Elemente suchen wir den Einfluss dieser Vorbereitung; eine vergleichende Studie kann also mit Strenge und Objektivität erstellt werden. Dafür verwenden wir:

die Angstskala oder auch Hamilton-Skala: (siehe Anhang)

Sie erlaubt es, mittels einer Note die Angst eines Individuums zu quantifizieren. Sie wird seit vielen Jahren von Psychologen und Psychiatern verwendet. Um besser an die schwangere Frau angepasst zu sein, wurden die Items leicht modifiziert. Sie sind fünf an der Zahl. Die Patientin bewertet jedes von ihnen von 0 bis 4 in Funktion der Intensität des beschriebenen klinischen Symptoms. Diese Skala betrachtet die Auswirkung der Angst.

  • Auf die intellektuellen Funktionen (Konzentrationsschwierigkeiten).

  • Auf die Stimmung (Erwartung des Schlimmsten, Reizbarkeit),

  • auf die Insomnie (mühselige Träume, nächtliche Schrecken),

  • auf das kardiovaskuläre System (Herzklopfen, Ohnmachtsgefühle),

  • und auf die gastro-intestinalen Symptome (Druck auf der Brust, Erstickungsgefühl).

Die Summe dieser fünf Items reicht also von 0 bis 20; eine Note, die für die Angst der Patientin repräsentativ ist. Die Patientinnen füllen diese Skala zu Beginn und am Ende der Geburtsvorbereitungssitzungen aus. Das spiegelt die Entwicklung ihrer Angst unter dem Einfluss der Vorbereitung wider.

Zwei Gruppen werden gebildet:

  • Gruppe der klassischen Vorbereitung

  • Gruppe der Vorbereitung A. Tomatis

Wir vergleichen also die Angstskalen dieser beiden Gruppen. Mit Hilfe dieser Noten studieren wir also die Auswirkung der phonischen Vorbereitung auf die Schwangerschaft.

Die geburtshilflichen Akten

Jede in der Entbindungsklinik des CMC Foch betreute Patientin hat ihre geburtshilfliche Akte. Sie transkribiert ihre Vorgeschichte, den Verlauf ihrer Schwangerschaft und Geburt sowie die pädiatrische Überwachung ihres Kindes. Die Akte ist vollständig informatisiert. So werden Daten gesammelt und in Funktion des Typs der Geburtsvorbereitung klassifiziert. Die Gesamtbevölkerung der Erstgebärenden, die im CMC Foch im Jahr 1991 betreut wurden, wird also in drei Ensembles gruppiert:

  • eine Gruppe von 245 nicht Vorbereiteten

  • eine Gruppe von 683 nach der klassischen Methode Vorbereiteten

  • eine Gruppe von 53 nach der Methode Alfred Tomatis Vorbereiteten

Die informatischen Daten werden verglichen und nach statistischen Methoden behandelt. Sie haben uns erlaubt, die 3 Gruppen zu definieren, die Geburten und den Zustand der Kinder bei der Geburt zu vergleichen.

Die Besuche und die im Wochenbett gesammelten Zeugnisse

Zehn Frauen, die durch das Elektronische Ohr auf die Geburt vorbereitet waren, wurden im Wochenbett befragt. Sie haben uns Eindrücke zur phonischen Vorbereitung anvertraut. Sie haben uns die Erinnerungen erzählt, die sie an ihre Schwangerschaft und Geburt haben. Diese Zeugnisse vermachen uns Daten, die unsere Subjektivität anrufen, doch viele überschneiden sich. Sie wurden daher ausgewertet, um die Motivationen der Frauen zu definieren, und im persönlicheren Teil unserer Arbeit.

2 - Vorstellung der drei Gruppen

Epidemiologische Daten

Hier einige epidemiologische Daten, um die Vorstellung unserer Studie über die Geburtsvorbereitung nach der Methode Alfred Tomatis zu vervollständigen.

Die medizinisch-sozialen Eigenschaften wie Alter, berufliche Tätigkeit, medizinische und gynäkologisch-geburtshilfliche Vorgeschichte werden uns erlauben, ein Profil der Frau der Gruppe A. Tomatis zu definieren, verglichen mit der Gesamtbevölkerung des CMC Foch.

Die „Gruppe A. Tomatis", wie wir sie genannt haben, stellt die in Foch betreuten und im Lauf des achten Monats für eine ergänzende phonische Vorbereitung sich entschiedenen schwangeren Frauen dar. Im Jahr 1991 beträgt der Bestand 58 Gebärende, das sind 5,4 % der Patientinnen, die in diesem Jahr in Foch entbunden haben (vgl. Anhang Abbildung 1).

Die Verteilung nach der Parität

Sie zeigt uns signifikante Unterschiede in den drei Gruppen (siehe Abbildung Nr. 2 in den Anhängen).

  • Mit einem starken Anteil von Erstgebärenden: 91,4 % in der Gruppe A. Tomatis gegen 63,7 % in der klassischen Gruppe.

Diese Quasi-Gesamtheit von Erstgebärenden findet einen Widerhall in den Motivationen der Frauen, die diese Vorbereitung gewählt haben — „alles tun, um meine Schwangerschaft erfolgreich zu sein" —, doch viele wünschen, die Erfahrung für eine künftige Schwangerschaft zu wiederholen.

  • Wenige Mehrgebärende haben also diese Vorbereitung gewählt: 8 % gegen 36 % in der klassischen Gruppe, vielleicht in Bezug auf den zeitlichen Zwang. Doch man bemerkt auch, dass wenige Mehrgebärende eine Vorbereitung verfolgen: 2/3 Mehrgebärende in der Gruppe ohne Vorbereitung. Also greift der Faktor Zeit auch für die klassische Vorbereitung ein, doch in weniger ausgeprägter Weise, da die phonische Vorbereitung notwendig ergänzend zu den Kursen allgemeiner Information und Atemlernen ist. Aus dieser Feststellung könnten vielleicht Schlüsse hinsichtlich der festgelegten Zeitorganisation gezogen werden. Eventuell daran denken, mehr Flexibilität in der Organisation der phonischen Sitzungen anzubieten.

  • 53 Frauen in der Gruppe A. Tomatis

  • 683 Frauen in der klassischen Gruppe

  • 245 Frauen in der Gruppe ohne Vorbereitung

Das Durchschnittsalter

merklich unterschiedlich:

  • Vorbereitung A. Tomatis: 30 Jahre

  • Klassische Vorbereitung: 28 Jahre

  • Ohne Vorbereitung: 26 Jahre

Zu bemerken ist, dass dieser Durchschnitt überraschend ist, da die Verteilung nach Parität umgekehrt ist, denn 2/3 der Mehrgebärenden sind in der nicht vorbereiteten Gruppe.

Das Profil der Gruppe Tomatis erscheint also als Erstgebärende mit leicht höherem Durchschnittsalter.

Die berufliche Tätigkeit

Während der Schwangerschaft ausüben oder nicht (siehe Abbildung Nr. 3 in den Anhängen).

Die Gruppen 1 und 2 sind homogen. Für die Gesamtheit der einen Kurs verfolgenden Frauen:

  • 85 % üben ihre berufliche Tätigkeit während der Schwangerschaft aus.

  • gewöhnlich nicht arbeitend

  • hospitalisiert, in strenger Ruhe

Der Prozentsatz der Arbeitslosigkeit ist minimal: 1,7 %. Er erscheint nicht in der Gruppe A. Tomatis, doch das ist nicht signifikant. Dieser Unterschied der Verteilung ist in der Gruppe ohne Vorbereitung auffällig, da das Doppelte der Frauen keine berufliche Tätigkeit während der Schwangerschaft ausübt. Diese Zahlen stehen sicher in Korrelation mit der Parität (2/3 Mehrgebärende in dieser Gruppe).

Die Verteilung nach Berufen

als Widerspiegelung des sozio-ökonomischen Niveaus der Gruppe

Zieht die Vorbereitung Alfred Tomatis, die auf dem Hören der Musik Mozarts und der gregorianischen Gesänge beruht, Frauen aus einem höheren sozio-ökonomischen Niveau an? Oder hat diese Vorbereitung durch die Information, die in der Konsultation darüber gemacht wurde, in identischer Weise alle sozialen Milieus berührt? Welches soziokulturelle Profil ist mehr von dieser Art Vorbereitung angezogen? Die Verteilung der Gruppe A. Tomatis nach der beruflichen Tätigkeit der Patientinnen wird durch Abbildung Nr. 4 in den Anhängen schematisiert.

Um die sozio-ökonomischen Milieus zwischen den verschiedenen Vorbereitungsgruppen zu vergleichen, haben wir das Kriterium des Bildungsniveaus gewählt. Die informatischen Daten haben uns so erlaubt, ein Profil jeder Gruppe zu erstellen, dargestellt durch das Diagramm Nr. 5. Die Zahlen sprechen für sich selbst. Wir haben gleichwohl Sorgfalt darauf verwendet zu überprüfen, ob sie signifikant waren oder nicht.

Was beobachtet man?

  • Eine sehr starke Mehrheit für die Gruppe A. Tomatis: 68,77 %

  • eine durchschnittliche Rate in der klassischen Vorbereitungsgruppe: 50,37 %

  • eine geringere Rate für die nicht vorbereitete Gruppe.

Siehe Diagramm Nr. 6.

In den drei Gruppen stellt der Prozentsatz der universitären Studien, trotz dieser Unterschiede, immer die höchste Rate dar.

  • Der Prozentsatz des technischen Bildungsniveaus ist ähnlich, ungefähr 18 %, unabhängig von der Vorbereitung. Trotzdem kommt er in der Gruppe A. Tomatis in der Reihenfolge der Bedeutung an zweiter Stelle. In den beiden anderen Gruppen ist er weniger bedeutend als der Prozentsatz des sekundären Bildungsniveaus.

Anmerkung: Diese Klassifizierung erscheint uns fehlerhaft. Warum das Technische gesondert stellen, wenn es ebenso gut in der Universität (DUT) wie in der Sekundarstufe (BEP) studiert werden kann?

  • In den klassischen Vorbereitungs- und nicht vorbereiteten Gruppen stellt das sekundäre Bildungsniveau ungefähr ein Viertel des Bestands dar. In der Gruppe A. Tomatis stellt es 1/8 dar. Also signifikant ist der Prozentsatz der sekundären Studien der Gruppe ohne Vorbereitung oder klassischer Vorbereitung das Doppelte der Gruppe A. Tomatis.

  • Das auf die Primarschule begrenzte Bildungsniveau hat einen sehr hohen Prozentsatz in der Gruppe ohne Vorbereitung: 12,62 % gegen 2,96 % in der klassischen Vorbereitungsgruppe. Andererseits ist es die einzige Gruppe, in der eine Analphabetenrate erscheint: 18,9 %.

Vorgeschichte

Was die medizinische Vorgeschichte betrifft, schien es uns nicht interessant, sie im Detail zu studieren. Keine besonders auffällige Zahl scheint eine Gruppe mehr zu kennzeichnen als die andere. Überdies hat die Entbindungsklinik des CMC Foch keine spezifische Rekrutierung in Pathologie.

Hier nur einige Zahlen nach den geburtshilflichen Vorgeschichten. Da wir dachten, dass die anfängliche Angst, die in der Gruppe A. Tomatis bemerkt wurde, sich durch schwerere Vorgeschichten erklären könnte, haben wir die freiwilligen Schwangerschaftsabbrüche und die Fehlgeburten verglichen:

  • Die freiwilligen Schwangerschaftsabbrüche in den vorbereiteten Gruppen sind ähnlich, mit einer Rate von durchschnittlich 21 % (Zahl der freiwilligen Schwangerschaftsabbrüche bezogen auf die Zahl der Frauen). Diese Zahl ist signifikant höher in der nicht vorbereiteten Gruppe: 26 %.

  • 5,2 % in der Gruppe A. Tomatis

  • 19,6 % in der klassischen Gruppe

  • 27 % in der Gruppe ohne Vorbereitung

Diese Zahlen sind signifikant. Die zur Erklärung dieser Unterschiede vorgebrachte Hypothese ist die Verteilung nach den Paritäten.

Unsere anfängliche Vermutung ist also nicht bestätigt. Die Gruppen A. Tomatis und klassischer Vorbereitung sind hinsichtlich der Vorgeschichten ähnlich. Es ist weder die Zahl der freiwilligen Schwangerschaftsabbrüche noch der Fehlgeburten, die die durch die Hamilton-Skala zu Beginn der Vorbereitung höher bewertete Angst erklären würde.

Schluss

Als Antwort auf die Frage, die eine Patientin in einem Interview erwähnt hatte: „Die Atmosphäre der beiden Kurse ist völlig unterschiedlich. Sind es vielleicht nicht dieselben Personen?". Die Antwort ist bejahend.

Nach den epidemiologischen Daten erscheint das Profil der Gruppe A. Tomatis mit:

  • einer großen Mehrheit von Erstgebärenden

  • einem leicht höheren Durchschnittsalter (28 Jahre)

  • einem höheren sozio-ökonomischen Milieu

Motivation einer Vorbereitung

Um die objektive Beschreibung der Gruppe A. Tomatis zu vervollständigen, sind wir gegangen, einige Patientinnen zu treffen, um ihre Motivationen zu den verschiedenen Vorbereitungen besser kennenzulernen.

Man kann sagen, dass im Grunde jede Vorbereitung als Ziel ein besseres Erleben der Schwangerschaft und dann der Geburt hat… und also eine wichtige Auswirkung durch die Mittel hat, die sie sich gesetzt hat, auf die Ausarbeitung der Mutter-Kind-Beziehung.

  • Was die Patientinnen in einer klassischen Vorbereitung suchen:
  • Allgemeine Informationen über die Schwangerschaft, insbesondere über die Periduralanästhesie, eine Kenntnis der Orte, der Personen, eine Begegnung mit der Hebamme, Möglichkeiten zu diskutieren, praktische Ratschläge (wann ins Krankenhaus kommen?)

  • Atemübungen, um sich während der Schwangerschaft zu entspannen, doch vor allem im Hinblick auf die Geburt.

In der Praxis:

Die Vorbereitung entspricht den Erwartungen der Frauen. Es sind in Zeit und Bestand konzentrierte Kurse, in denen der persönliche Schritt wenig Platz hat.

  • Was sind die Motivationen der Frauen, die die Methode Alfred Tomatis gewählt haben?

-> In der Mehrheit kannte niemand Doktor Alfred Tomatis. Sie wurden über diese Vorbereitung durch das in der Konsultation ausgehängte Informationsblatt oder manchmal durch eine Freundin oder in der Presse informiert.

-> Einige Sätze der im Wochenbett getroffenen Frauen:

  • „Ich wollte ein kleines Mehr tun. Ich machte mir Vorwürfe, mich nicht entspannen zu können (Umzug). Ich wollte etwas für mein Kind tun, und ausgeruht zu sein war die einfachste Sache, die ich ihm zu bieten hatte."

  • „Ich hatte viel verfügbare Zeit. Ich war an allem interessiert, was Vorbereitung — Entspannung ist."

  • „Für meine erste Schwangerschaft habe ich Sophrologiekurse besucht. Hier wurde eine andere Vorbereitung angeboten, um gut entspannt zu sein. Ich hatte Lust, es zu versuchen."

Geburtsvorbereitung und Schwangerschaft

Einleitung

Dank der Analyse objektiver, in der Hamilton-Skala kodierter Elemente interessiert sich dieser Teil für den Beitrag der phonischen Vorbereitung zum Erleben der Schwangerschaft. Die Angstskalen wurden zu Beginn und am Ende der Vorbereitung zwei Gruppen von 50 Frauen vorgelegt:

  • Den einen, die in Foch die klassische Vorbereitung verfolgt haben,

  • den anderen, die ergänzend die Methode A. Tomatis gewählt haben.

Die Analyse dieser statistischen Daten wird uns erlauben, die Ausgangsgruppen, ihre Entwicklung zu beobachten und ihre besonderen, signifikanten Züge zu notieren. Beobachten wir zunächst die Ausgangsgruppen. Kann man ein besonderes Profil bei den Frauen feststellen, die die phonische Vorbereitung haben machen wollen? Unter Berücksichtigung der globalen Durchschnittsnote gibt es einen signifikanten Unterschied von 3 % zwischen diesen beiden Gruppen.

Die Noten spiegeln die Summe der fünf von 0 bis 4 bewerteten Items wider. Sie sind also auf 20 Punkte:

  • 4,36 für die klassische Vorbereitung

  • 5,73 für die Vorbereitung A. Tomatis

Diese erste Tabelle offenbart also eine erhöhte anfängliche Angst in der Ausgangsgruppe A. Tomatis, die sich zum Beispiel in Stimmungsstörungen ausdrückt: Unruhe, Reizbarkeit, leichtes Weinen, Befürchtung, Erwartung des Schlimmsten.

  • 1,21 für die klassische Vorbereitung

  • 1,54 für die Vorbereitung A. Tomatis

Was die anderen Manifestationen dieser Angst betrifft: in Bezug auf die intellektuellen Funktionen, die kardiovaskulären, gastro-intestinalen Störungen oder Insomnien, so sind diese Nuancen nicht signifikant. Man kann nur schließen, dass die Ausgangsgruppen einen homogenen Aspekt haben. Studieren wir nun die Entwicklung jeder dieser Gruppen nach detaillierten Items im Lauf der Vorbereitung.

1 - Angstskala

Die Gruppe der klassischen Vorbereitung

Die globale Durchschnittsnote der Angst nimmt signifikant am Ende der Vorbereitung zu: 4,36 -> 4,71.

Dies zeigt sich insbesondere durch eine deutlich akzentuierte Verstärkung der Schlafstörungen: 0,83 -> 1,47.

Doch die kardiovaskulären Symptome und die Stimmungsstörungen sind am Ende der Vorbereitung verbessert. Was die Störungen der intellektuellen Funktionen oder die gastro-intestinalen Symptome betrifft, beobachtet man keine signifikante Veränderung.

Welche Züge sind der Entwicklung der Gruppe Alfred Tomatis eigen?

  • Der globale Gewinn im Verhältnis zur durchschnittlichen Angstnote ist eine Verringerung von fast zwei Punkten insgesamt: 5,73 -> 3,95.

  • Die für diese Verbesserung empfindlichsten Bereiche: gastro-intestinale Störungen (Note halbiert), kardiovaskuläre Symptome, dann Stimmungsstörungen.

  • Es gibt keine bemerkenswerte Veränderung in Bezug auf die intellektuellen Funktionen und keine Korrektur der Schlafstörungen (die wenig ausgedrückt werden).

Analyse

Die Methode Alfred Tomatis verringert spürbar und global die ANGST der schwangeren Frauen im Lauf der Vorbereitung, während in der Ausgangsgruppe diese Störung verstärkt war. Die klassische Vorbereitung bringt diesen Vorteil nicht. Man kann denken, dass die signifikant zunehmende Angst bei den Frauen, die eine klassische Vorbereitung verfolgen, physiologisch ist, mit der Annäherung der Geburt verbunden, mit den am Ende der Schwangerschaft verstärkten Störungen, die sich, wie wir gesehen haben, in der Insomnie ausdrücken. Ohne so weit zu gehen zu denken, dass die Vorbereitung diese Angst erzeugt… ist sie zumindest nicht geeignet, diese Störung signifikant zu korrigieren.

Die INSOMNIE ist eine Störung, die am Ende der Vorbereitung mit mehr Intensität bei den Frauen notiert wird, die die klassischen Kurse besucht haben, während in der Gruppe A. Tomatis, bei offenbar homogenem Ausgangsniveau (da ohne signifikanten Unterschied), diese Störung nicht modifiziert ist. Die Vorbereitung A. Tomatis trägt also dazu bei, eine Verstärkung der Schlafstörung zu verhindern, wie sie sich in der anderen Gruppe ausdrückt.

In beiden Gruppen beobachtet man eine signifikante Verringerung der STIMMUNGSSTÖRUNGEN zwischen Beginn und Ende der Vorbereitung. Nun aber war dieses Item vor der Vorbereitung in der Gruppe A. Tomatis im Verhältnis zur klassischen Vorbereitung bedeutend höher. Dieser Unterschied verschwindet am Ende der Vorbereitung. Die Methode A. Tomatis hat also dazu beigetragen, eine Angst zu verringern, die zu Beginn im Ausdruck der Stimmungsstörungen erhöht war.

Der Ausdruck der Angst in den GASTRO-INTESTINALEN Störungen ist homogen in den beiden Gruppen vor und nach der Vorbereitung. Indes ist die Verringerung in der Gruppe A. Tomatis signifikant, also wahrscheinlich schlüssiger hinsichtlich der Korrektur dieser Symptome.

Für die KARDIOVASKULÄREN Störungen ist die Verringerung signifikant in beiden Gruppen zwischen Beginn und Ende der Vorbereitung. Überdies sind die Gruppen untereinander homogen am Ausgang und am Ende. Man schließt daraus, dass die beiden Vorbereitungen in Bezug auf diese Symptome von gleicher Wirksamkeit sind.

Was die INTELLEKTUELLEN Funktionen betrifft, wären die Störungen weder in die eine noch in die andere Richtung modifiziert, unabhängig von der Vorbereitung. Keine der Zahlen ist signifikant. Man kann daraus also keine Schlussfolgerung ziehen.

Schluss

In den großen Linien dieser statistischen Studie, nach der Hamilton-Skala, wird man behalten:

  • Einen höheren Angstdurchschnitt in der Ausgangsgruppe A. Tomatis und eine ganz nutzbringende Verbesserung im Verhältnis zur klassischen Vorbereitung.

  • Dies spielt sich insbesondere auf den Schlafstörungen ab, die dank der phonischen Vorbereitung nicht verschlimmert werden.

  • Für die anderen Symptome beobachtet man in der Gruppe Tomatis eine Verbesserung, die mindestens der klassischen Vorbereitung gleichwertig ist.

2 - Zeugnisse

Im Wochenbett oder in den Vorbereitungssitzungen gehörte Sätze, hier geben wir die Schlüsselsätze von einem Dutzend Interviews wieder, um besser zu verstehen, was die phonische Methode ihnen während der Schwangerschaft scheinbar gebracht hat. Diese Punkte sind wesentlich subjektiv. Sie vervollständigen die Analyse der Hamilton-Skala, die rein objektiv ist.

Das Element, das ihnen vorrangig zu sein scheint, ist der sehr wohltuende Beitrag der Vorbereitung in Bezug auf den SCHLAF.

  • „Die Vorbereitung hat mir geholfen, Schlaf wiederzugewinnen, weniger nervös zu sein."

  • „Ich hatte wenige Schlafprobleme, doch jetzt schlief ich noch zehnmal mehr."

  • „Nach den Sitzungen machte ich immer ein langes Mittagsschläfchen."

Sie betonen auch den Doppelaspekt der Arbeit des Elektronischen Ohrs an der Person: die ENTSPANNENDE und DYNAMISIERENDE Seite.

  • „Eine Stunde lang ist man cool, das ist sehr entspannend, diese Sitzungen. Man verlässt sie mit dem Wunsch, Berge zu versetzen."

  • „Ich fand das passiv, doch es ist sehr angenehm und dynamisierend."

Die Atmosphäre des Kurses wird in ihren Zeugnissen erwähnt. Das spiegelt die Bedeutung der Rolle der Gruppe wider: kleine Zahl (12 Personen), identische Personen in jeder Sitzung, was den Frauen erlaubt, sich darin wohl zu fühlen. Sie entwickeln sich alle in einem gleichen Rhythmus in Bezug auf eine (zu Beginn unbekannte) Technik. Sie erwähnen: die Leichtigkeit der Diskussion mit der Hebamme oder mit anderen Frauen der Gruppe am Ende des Kurses. Madame Tordjman beschreibt es als GESELLIGKEIT:

  • „Die Atmosphäre zwischen diesen beiden Vorbereitungsgruppen ist nicht zu vergleichen. Sind die Leute vielleicht nicht dieselben? Es gibt sicher Gemeinsamkeiten."

  • „Es ist unbestreitbar, etwas geschieht. Während der Sitzung gut zu sein, lohnt sich, selbst wenn es nur das gibt."

  • „Man kommt anders ins Krankenhaus. Man wählt zu kommen. Es ist weder für einen Kurs noch für eine Konsultation."

Mit dieser Vorbereitung, wie gingen sie die Geburt an, und was sagen sie einige Tage später über ihre Geburt?

  • Das Wohlbefinden, das sie von diesen phonischen Sitzungen beschreiben, schlug sich im Alltagsleben nieder:

  • „Ich habe mir Zeit genommen, mich auszuruhen."

  • „Ich ließ mich leben."

  • „Ich nahm mir Zeit, Musik zu hören, um mich zu entspannen."

  • Ihr Zugang zur Geburt scheint interessant:

  • „Ich kam an, ich war sehr cool, gar nicht ängstlich."

  • „Entweder war ich unbewusst, oder ich war hyperentspannt."

  • Selbst wenn sie für die Geburt sagen, dass es ihnen überhaupt nicht geholfen hat:

  • „Es hat überhaupt nichts geändert. Ich habe in Panik geraten wie alle anderen, aber ich beschuldige überhaupt nicht die Vorbereitung."

  • Man bemerkt interessante Reaktionen, die uns die Vorteile der während der Schwangerschaft „aufgespeicherten" Ruhe und Entspannung erwähnen lassen:

  • „Sechs Stunden nach der Periduralanästhesie hatte ich Schmerzen, es war sehr heftig. Ich hatte keinen Ausweg. Ich habe versucht, gut zu atmen, mich zu beruhigen, indem ich mir sagte: ich muss es absolut auf mich nehmen."

  • „A. Tomatis hat überhaupt nichts an der Atmung, an den Pressanstrengungen usw. geändert. Der Vorteil ist, dass man entspannter ist."

Ihre Art zu sein im Wochenbett scheint ebenfalls von den Vorteilen der Sitzungen der Methode Alfred Tomatis durchdrungen.

  • „Ich fühle mich etwas aufgeregt, aber nicht müde. Immer entspannt und nicht ängstlich, nach Hause zu gehen."

  • „Die Sophrologie hatte mir mehr für die Geburt gebracht, doch hier fühle ich mich nicht so erschöpft wie beim ersten Mal."

  • Was über die Anfänge der Mutter-Kind-Kommunikation sagen, wenn nicht, dass sie nur begünstigt werden kann, wenn die Frau ausgeruht, weniger ängstlich ist und sich dynamischer fühlt?

  • „Die Tatsache, entspannter zu sein, wirkt sich auf ihn aus." Im Wochenbett sagen sie alle, dass ihr Baby ruhig zu sein scheint, mit viel Zurückhaltung in Bezug auf die Vorbereitungssitzungen: „begünstigt es das oder nicht?".

  • Ein „Detail", das für die Auswirkung der Vorbereitung auf die ersten Zeichen der Kommunikation repräsentativ ist: während der Sitzungen reagieren die Kinder unterschiedlich je nach Musik. Oft, bei den gregorianischen Gesängen (mit ihrem langsamen Rhythmus, der die ruhigen, beruhigenden physiologischen Rhythmen nachahmt), bemerkt man, dass sie sich mehr bewegen. Die Mutter ist sehr entspannt und daher sehr empfänglich für diese variierenden Wahrnehmungen. Sie ist vollkommen aufmerksam auf die Reaktionen ihres Babys.

Die Geburt

Einleitung

Die Geburtsvorbereitung nach der Methode Alfred Tomatis begünstigt das Wohlbefinden der schwangeren Frau. Der Begriff des psychologischen Komforts erscheint alsdann angepasst. Wir haben gesehen, dass wir jenseits der Geburt eine spürbare Auswirkung auf die Wehen, auf die Geburt und auf das Neugeborene erhoffen können. Wir haben uns auf eine theoretische Überlegung gestützt, indem wir die Anwendungsfelder des Elektronischen Ohrs erweitert haben. Können wir wirklich von einer komfortablen Geburt sprechen? Sind die mütterlichen und fötalen Risiken dadurch verringert? Die Analyse objektiver Parameter, die die Geburten qualifizieren, wird uns erlauben, auf diese beiden Fragen zu antworten. Wir werden untereinander Frauen vergleichen, die durch das Elektronische Ohr, durch die klassischen Kurse vorbereitet sind, und nicht vorbereitete. Wir werden versuchen, die Prozentsätze und Durchschnitte durch Graphiken zu illustrieren. Die Zahlen werden alle nach anerkannten statistischen Methoden verglichen (Chi-Quadrat-Test, reduzierte Abweichung zweier Durchschnitte). Wir werden für diese drei Gruppen von Frauen studieren:

A. Mütterliche Überwachung

  1. den Geburtsmodus,

  2. den Aufnahmegrund im Kreißsaal und den Auslösungsmodus,

  3. Dauer der Wehen und andere Zeitparameter,

  4. die uterine Dynamik,

  5. Pathologie der Wehen,

  6. die Anästhesie

  7. Zustand des Damms

B. Überwachung des Fötus

  • Das Gestationsalter,

  • die fötale Herzfrequenz,

  • das Fruchtwasser,

  • die Lage,

  • das Kind nach dem Geburtsgewicht, dem Apgar, dem pH, dann dem Stillmodus.

So werden wir wissen, ob das Elektronische Ohr dank einer Reedukation des Zuhörens auf die Geburt und auf den allgemeinen Zustand des Kindes wirkt.

A. Mütterliche Überwachung

1) Geburtsmodus

Wir unterscheiden 3 Geburtsmodi:

  • spontaner vaginaler Weg

  • nicht spontaner, also forcierter vaginaler Weg

  • Kaiserschnitt

Welche Vorbereitung auch klassisch und/oder A. Tomatis ist, die Prozentsätze von vaginalem Weg (55 %), Zange (33 %) oder Kaiserschnitten (12 %) werden statistisch als identisch betrachtet. Doch wir beobachten weniger Zangen bei den nicht vorbereiteten Frauen (27 % gegen 33 %) und mehr Kaiserschnitte (9 % gegen 12 %). Der Prozentsatz des spontanen vaginalen Wegs bleibt identisch mit den beiden anderen Gruppen: 54 %. (Abbildung Nr. 10 in den Anhängen)

2) Der Aufnahmegrund und der Auslösungsmodus

Schauen wir diese beiden Eigenschaften an, um den Ursprung dieser Unterschiede zu verstehen.

Wir unterscheiden 7 Aufnahmegründe. Für die 3 Gruppen notieren wir:

  • 76 % spontane Wehen

  • 4 % programmierte Auslösung

  • 3 % Auslösung wegen Pathologie

  • 3 % Kaiserschnitte zu Beginn der Wehen

  • 0 % für Post-Partum

  • 0 % für Transfer nach Kaiserschnitt (Tabelle Nr. 11, Anhang)

Für die Gruppe A. Tomatis erfolgen 23 % der Aufnahmen wegen vorzeitigem Blasensprung gegen 12 % bei den anderen Frauen, also doppelt so viel. Wir beobachten keinen anderen signifikanten Unterschied. Führen die vorzeitigen Blasensprünge zu einer höheren Zahl künstlicher Auslösungen?

Die Daten zeigen, dass es in den drei Gruppen durchschnittlich 10 % künstliche Auslösungen gibt. Sie sind programmiert, von Bequemlichkeit oder auf medizinische Indikation.

Die Frauen, die eine Vorbereitung A. Tomatis verfolgt haben, die vorzeitig geplatzt sind, kommen also spontan in Wehen ohne größere Komplikationen einer Infektion oder eines fötalen Leidens… Gegebenenfalls wäre eine Auslösung auf medizinische Indikation ins Auge gefasst worden. Wir beobachten keine Zunahme der künstlichen Auslösungen.

Wir können auch bemerken, dass die Rate der Kaiserschnitte bei den nicht vorbereiteten Frauen doppelt so hoch ist: 4 % gegen 1 % und 2 % bei den anderen Frauen. Dieser Unterschied ist signifikant. Wir können vermuten, dass:

  • Die Frauen, die einen geplanten Kaiserschnitt haben werden, sehen nicht die Notwendigkeit einer Geburtsvorbereitung.

  • Oder dass die Frauen, die sich nicht zu den Vorbereitungskursen anmelden, weniger gut informiert und/oder weniger gut betreut sind. Dies würde das Risiko des Auftretens einer Pathologie der Schwangerschaft erhöhen (durch das Fehlen oder die Geringfügigkeit der Information), was das Risiko eines Notkaiserschnitts zu Beginn der Wehen erhöhen würde.

Schluss:

Die Vorbereitung unter dem Elektronischen Ohr scheint das Risiko eines vorzeitigen Blasensprungs zu erhöhen, doch es erscheint nicht groß, da es keine künstliche Auslösung erfordert.

  • Der Geburtsmodus ist identisch mit den durch klassische Kurse vorbereiteten Frauen. Die vorzeitigen Blasensprünge dieser Frauen erzeugen also keine Pathologien.

  • Die Vorbeugung von Kaiserschnitten und Zangen wird durch die Tomatis-Vorbereitung nicht verbessert.

3) Studium des Parameters Zeit:

  • Durchschnittliche Wehendauer:

  • Ohne Vorbereitung 7h51 min (Basis 245)

  • Klassische Vorbereitung 8h12 min (Basis 683)

  • Vorbereitung A. Tomatis 7h19 min (Basis 53)

Nach den statistischen Tests, die Durchschnitte vergleichen, sind die Wehen der Frauen, die durch A. Tomatis vorbereitet sind, signifikant kürzer als bei den anderen Frauen.

  • Studium nach Spannen:

Nur die Prozentsätze der Frauen, die in weniger als drei Stunden gebären, sind zwischen den drei Gruppen signifikant unterschiedlich. 17 % der durch A. Tomatis vorbereiteten Frauen gebären schnell gegen 15 % der nicht vorbereiteten und 6 % der klassisch vorbereiteten Frauen. Doch die meisten Frauen — mehr als die Hälfte —, unabhängig von ihrer Gruppe, gebären zwischen 4 und 8 Stunden und ein Viertel zwischen neun und zwölf Stunden (siehe Anhänge, Abbildung Nr. 13).

  • Dauer der Dilatation zwischen 5 cm und vollständig:

Diese Phase der Dilatation dauert ungefähr drei Stunden, ein Durchschnitt, der für die drei Gruppen gleichwertig ist.

  • Dauer der Pressanstrengungen:

Die Zeit wird auf durchschnittlich fünfzehn Minuten für alle Frauen geschätzt. Beim Studium nach Spannen (weniger als fünfzehn Minuten, von sechzehn bis dreißig Minuten, mehr als dreißig Minuten) stellen wir fest, dass die nicht vorbereiteten Frauen zahlreicher sind, eine kurze Austreibungszeit zu haben: 75 % gegen 64 % und 68 % (64 % und 68 % sind nicht signifikant unterschiedlich).

Versuchen wir, diese Zahlen zu verstehen:

Durch informatische Daten zählen die Prozentsätze alle Frauen, einschließlich der Kaiserschnittfrauen, was ihre Pressanstrengungen aufhebt. Nun aber erinnern wir daran, dass es mehr Kaiserschnittfrauen in der nicht vorbereiteten Gruppe gibt, daher ein höherer Prozentsatz für die nicht vorbereitete Gruppe mit kurzen Pressanstrengungszeiten.

Die vorhergehenden Zahlen zeigen eine höhere Zangenrate in den beiden vorbereiteten Gruppen im Verhältnis zur nicht vorbereiteten Gruppe, was ohne Zweifel den höheren Prozentsatz von Frauen mit einer Austreibungszeit über 15 Minuten für diese beiden Gruppen erklärt.

Schluss:

Kein Element erlaubt uns zu denken, dass die Vorbereitung A. Tomatis die Zeit der Dilatation und die Dauer der Pressanstrengung beeinflusst. Wir stellen nur fest, dass die durchschnittliche Wehendauer leicht geringer ist als bei den anderen Frauen. Sie spiegelt die höhere Rate der Erstgebärenden wider, die in weniger als 3 Stunden gebären.

4) Studium der uterinen Dynamik

Die uterine Dynamik wird auf qualitativer Ebene studiert (normal, Hypokinesie, Hyperkinesie, Hypertonie) und am Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer Stagnation der Dilatation — Widerspiegelung ihrer Wirksamkeit.

Mehr als 80 % der Frauen haben eine normale uterine Dynamik. In der Gruppe A. Tomatis finden wir doppelt so wenig Anomalien der uterinen Dynamik: 8 % gegen 15 % in den beiden anderen Gruppen. Dieser Unterschied ist besonders bemerkenswert bei der Hypokinesierate: viermal weniger Hypokinesie, das heißt 2 % bei den Frauen der Gruppe A. Tomatis gegen 8 % bei den anderen. Hingegen schlägt sich dieser Unterschied nicht in der Rate der dynamischen Dystokie nieder: 13 % der Frauen, unabhängig von ihrer Gruppe, weisen eine Anomalie der Dilatation auf.

(Abbildung Nr. 14 in den Anhängen)

Dies kann sich durch die Verwendung von Ocytocica erklären. Wir verwenden SYNTOCINON bei jeder Anomalie der uterinen Dynamik, ohne eine Stagnation der Dilatation abzuwarten.

Schluss:

Die Vorbereitung A. Tomatis scheint die uterine Dynamik zu begünstigen. Wir können uns fragen, ob das Geburtsdatum (eine Woche Unterschied zur klassischen Gruppe) und die geringere Rate der Frühgeburtlichkeit nicht eine Rolle in der uterinen Dynamik spielen. Eine zweite Erklärung kann vorgeschlagen werden: der vorzeitige Blasensprung.

Bei 40-41 Wochen Amenorrhoe mit gesprungener Fruchtblase wären die Bedingungen optimal für eine gute Muskelarbeit des Uterus. Wir versammeln hier nicht genug Elemente, um diese Vermutung zu bestätigen.

5) Studium der verschiedenen Pathologien der Wehen

Die nach der Methode Alfred Tomatis vorbereiteten Frauen haben ihre Wehen durch folgende Pathologien kompliziert:

  • Hyperthermie über 38°: 19 %

  • akutes fötales Leiden: 4 %

  • mechanische, zervikale und/oder dynamische Dystokie: 19 %

  • Fortschrittsmangel bei der Austreibung: 13 %

  • Rotationsmangel bei der Austreibung: 2 %

  • pathologische fötale Herzfrequenz bei der Austreibung: 6 %

Wir haben also nur diese Pathologien im Vergleich mit den beiden anderen Gruppen studiert. Andere geburtshilfliche Pathologien wie:

  • Misserfolg der Auslösung,

  • Schulterdystokie,

  • mütterliche Müdigkeit…

finden sich in den nicht vorbereiteten oder klassisch vorbereiteten Gruppen. Sie schienen uns hier nicht interessant zu erwähnen, da sie in der durch das Elektronische Ohr vorbereiteten Gruppe nicht existieren. Heben wir einige interessante Zahlen hervor: es gibt mehr Hyperthermien in der Gruppe A. Tomatis: 19 % gegen 11 % für die beiden anderen Gruppen.

Dank der informatischen Daten stellen wir fest, dass die Hyperthermien mit mechanischen Dystokien assoziiert sind: 2 % mit dynamischen Dystokien: 2 %. Und mit Fortschrittsmängeln bei der Pressanstrengung: 9 %.

87 % der Hyperthermien sind isoliert. Die Zahlen sind identisch für die beiden anderen Gruppen. Wir finden keine amniotische Infektion, kein fötales Leiden, während sie in den beiden anderen Gruppen in gleichwertiger Weise existieren. Wir müssen diese Zahl mit den 19 % vorzeitiger Blasensprünge in Verbindung bringen, doppelt so häufig in der Gruppe A. Tomatis. Nun aber sind der vorzeitige Sprung und/oder lange Wehen, verbunden mit einer Dystokie, zwei Faktoren, die eine mütterliche Fieber begünstigen. Wir können bemerken, dass es nicht erheblich ist. Es zieht kein fötales Leiden nach sich. Es ist nicht mit einer amniotischen Infektion verbunden. Die Vorbeugung der Infektionen wird gut durchgeführt.

Andere ins Licht gesetzte Elemente

13 % Fortschrittsmangel bei der Austreibung gegen 22 % für die beiden anderen Gruppen. Wir haben nicht genug Elemente, um diesen Unterschied zu erklären. Wir bemerken nur das Fehlen mütterlicher Müdigkeit in der Gruppe A. Tomatis. In den beiden anderen Gruppen wird sie auf 3 % beziffert. Wir begnügen uns, die folgende Frage zu stellen: hilft die Methode Alfred Tomatis den Frauen während der Austreibungsphase, der einzigen aktiven Phase der Geburt?

Alle Pathologien zusammen

Wir bemerken, dass die Häufigkeit der Pathologien im Lauf der Wehen identisch in den drei Gruppen ist (siehe Anhänge, Tabelle Nr. 15): eine Frau von zwei, unabhängig von der während der Schwangerschaft durchgeführten Vorbereitung oder Nicht-Vorbereitung, wird eine Anomalie der Wehen und/oder der Austreibung haben.

Schluss:

Wenn die Häufigkeit der Pathologien im Lauf der Wehen identisch ist, unterscheidet sich der Typ einer durch die klassische Methode vorbereiteten und nicht vorbereiteten Frau von einer durch die Methode Alfred Tomatis vorbereiteten Frau: mehr als 8 % Fieber und weniger als 11 % Fortschrittsmangel für die Gruppe A. Tomatis.

6) Die Anästhesie

Die zeitgenössische Geburtshilfe ist durch die Häufigkeit der Geburten unter Periduralanästhesie verwandelt. Sie bringt einen unwiderlegbaren mütterlichen Komfort. Die Periduralanästhesie ist eines der ersten Themen, die in den Vorbereitungskursen von den Patientinnen erwähnt werden. Beeinflusst sie die Wahl der Frauen? Verändert die Methode Alfred Tomatis ihre Häufigkeit? Wie steht es mit den anderen Anästhesien?

85 % der durch die Methode Alfred Tomatis vorbereiteten Frauen und der nicht vorbereiteten Frauen gebären mit einer Anästhesie, und 90 % der durch die klassische Methode vorbereiteten Frauen. Wir beobachten zwei signifikante Unterschiede.

Mehr als 5 % allgemeine Anästhesien.

Weniger als 11 % Periduralanästhesien.

Bei den nicht vorbereiteten Frauen im Verhältnis zu den klassisch vorbereiteten Frauen (siehe Abbildung Nr. 16 in den Anhängen).

Die beiden Gruppen vorbereiteter Frauen (klassisch und A. Tomatis) weisen keinen signifikanten Unterschied auf. Die festgestellten Unterschiede sind wahrscheinlich durch Kaiserschnitte erklärt. Sie werden bereitwilliger unter allgemeiner Anästhesie bei den vorbereiteten Frauen durchgeführt. Dies muss parallel zur pathologischen fötalen Herzfrequenz gesetzt werden; also würden die Notkaiserschnitte sich leichter in einer Dringlichkeitskontrolle abspielen, die das Anbringen eines Periduralkatheters nicht erlaubt. Überdies haben die nicht vorbereiteten Frauen die Erklärungen zur Periduralanästhesie in den Kursen nicht erhalten. Sie wissen nicht, was die Periduralanästhesie vermag.

Die Argumentation erlaubt nicht zu schließen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Vorbereitung A. Tomatis und der Wahl der Anästhesie gibt. Da die beiden vorbereiteten Gruppen homogen sind, können wir denken, dass die Vorbereitung A. Tomatis, ebenso wie die klassische Vorbereitung, die Wahl der Frauen hinsichtlich ihres Wunsches nach oder gegen die Periduralanästhesie respektiert. Jedenfalls geht die Methode Alfred Tomatis nicht gegen diese Wahl.

7) Damm

Der Zustand des Damms, also die Notwendigkeit einer Episiotomie bei der Austreibung, ist ein Element, das eine Geburt qualifiziert. Sie kann auf einen gespannten Damm oder auf schlechte Gewebsqualitäten zurückzuführen sein. Sie kann je nach Kontext durchgeführt werden:

  • Frühgeburtlichkeit

  • Makrosomie, Hypotrophie

  • akute fötale Leiden

  • Stillstand des Fortschritts

Es ist daher wichtig, einen eventuellen Zusammenhang zwischen der Geburtsvorbereitung und dem Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer Episiotomie zu suchen.

Die vorbereiteten Gruppen A. Tomatis und klassisch sind homogen:

76 % Episiotomien

24 % ohne Episiotomie, davon

4 % einfache Risse

20 % intakte Dämme

(Abbildung Nr. 17 in den Anhängen)

Wir notieren einen Unterschied von 11 % in der Rate der Episiotomien zwischen den nicht vorbereiteten und vorbereiteten Gruppen.

67 % Episiotomien

2 % einfache Risse

31 % intakte Dämme

Auch hier erklärt die höhere Kaiserschnittrate in dieser Gruppe ohne Zweifel teilweise diesen Unterschied.

Nach diesen Zahlen können wir vermuten, dass die Geburtsvorbereitung nach der Methode Alfred Tomatis keinen Einfluss auf das Auftreten oder Nichtauftreten einer Episiotomie hat. Diese Vermutung kann nicht bestätigt werden. Die Beziehung Vorbereitung/Episiotomie könnte Gegenstand einer Reflexion sein, die den Rahmen dieser Arbeit überschreitet.

Fötale Überwachung

1) Das Gestationsalter

Vergleichen wir das Gestationsalter der Geburten der drei Gruppen von Frauen:

  • nach der Methode Alfred Tomatis

  • nach der klassischen Methode

  • ohne Vorbereitung

Die Kurven sind ziemlich aussagekräftig für sich selbst. Wir stellen fest, dass:

in der Gruppe ohne Vorbereitung gibt es:

  • 12 % Frühgeburtlichkeit

  • 85 % Geburten zwischen 37 und 42 Wochen Amenorrhoe,

  • davon 50 % bei 39-40 Wochen Amenorrhoe,

  • 18 % bei 41 Wochen Amenorrhoe

  • 3 % Post-Term.

in der klassischen Vorbereitungsgruppe gibt es:

  • 4 % Frühgeburtlichkeit

  • 93 % Geburten am Termin

  • davon 56 % bei 39-40 Wochen Amenorrhoe

  • 20 % bei 41 Wochen Amenorrhoe

  • 3 % Post-Term.

in der Tomatis-Vorbereitungsgruppe gibt es:

  • 2 % Frühgeburtlichkeit

  • 98 % Geburten am Termin

  • davon 56 % bei 39-40 Wochen Amenorrhoe

  • 35 % bei 41 Wochen Amenorrhoe

  • 0 % Post-Term. (siehe Abbildung Nr. 18 in den Anhängen).

Die durch die klassische Methode vorbereiteten Frauen gebären früher als die durch das Elektronische Ohr vorbereiteten Frauen:

  • die ersten zwischen 39-40 Wochen Amenorrhoe

  • die zweiten zwischen 40-41 Wochen Amenorrhoe

Was die Frühgeburten betrifft, bestätigt die Analyse der Kurven die Prozentsätze. (Siehe Abbildung Nr. 19 in den Anhängen).

  • Das Risiko der Frühgeburtlichkeit ist gering in den beiden Gruppen vorbereiteter Frauen: 3 %. Es ist deutlich höher für die nicht vorbereiteten Frauen — fast viermal mehr: 12 %. Nach diesen Zahlen können wir denken, dass die Geburtsvorbereitungen die Rate der Frühgeburtlichkeit verringern. Es muss jedoch betont werden, dass die Drohungen einer Frühgeburt, mit strengen Ruhebehandlungen behandelt, die Vorbereitungskurse kontraindizieren. Die Frauen werden also in der Gruppe ohne Vorbereitung gezählt.

  • Der Typ der Vorbereitung scheint das Risiko der Frühgeburtlichkeit nicht zu verringern oder zu erhöhen. Wir beobachten keinen signifikanten Unterschied zwischen 2 % und 4 % nach dem Chi-Quadrat-Test. Wir werden also festhalten, dass die Methode Alfred Tomatis nichts Zusätzliches in Bezug auf die klassische Methode hinsichtlich der Vorbeugung der Frühgeburtlichkeit bringt.

Das Post-Term.

3 % der klassisch vorbereiteten und nicht vorbereiteten Frauen gebären nach 42 Wochen Amenorrhoe. In der Gruppe A. Tomatis beobachten wir keine Post-Term-Geburt, doch statistisch weisen die Zahlen keinen signifikanten Unterschied auf. Das Risiko des Post-Term ist für alle Frauen identisch.

2) Studium der fötalen Herzfrequenz

Wir qualifizieren jede fötale Herzfrequenz als normal, verdächtig oder pathologisch, indem wir sie im Lauf der Dilatation und im Lauf der Austreibung studieren.

  • im Lauf der Dilatation sind die Gruppen vorbereiteter Frauen

(klassische und A. Tomatis-Vorbereitungen) homogen:

  • 62 % normal

  • 33 % verdächtig

  • 2 % pathologisch

In der nicht vorbereiteten Gruppe gibt es doppelt so viele pathologische Frequenzen, das sind 5 % für 2 % in den anderen Gruppen. Das wird durch 25 % verdächtige Frequenzen für 33 % in den anderen Gruppen ausgeglichen. Wir können die höhere Zahl pathologischer Frequenzen auf die Kaiserschnittrate beziehen, die auch hier höher ist im Verhältnis zu den beiden anderen vorbereiteten Gruppen.

(Siehe Abbildungen Nr. 20 und 22 in den Anhängen).

im Lauf der Austreibung, für die drei Gruppen, gibt es:

  • 4 % normale Frequenzen

  • 73 % verdächtige Frequenzen

  • 3 % pathologische Frequenzen

  • 20 % sind nicht interpretierbar — nicht aufgezeichnet oder nicht qualifizierbar

  • Die drei Gruppen sind homogen (Anhang, Tabelle Nr. 21)

Schluss:

Die Vorbereitung A. Tomatis scheint kein neues Element im Verhältnis zur klassischen Vorbereitung hinsichtlich der Vorbeugung der akuten fötalen Leiden zu bringen. Die Gruppe der Frauen ohne Vorbereitung erscheint mehr den geburtshilflichen Pathologien ausgesetzt. Tatsächlich können wir einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen der Frühgeburtlichkeit, der pathologischen fötalen Herzfrequenz und den Kaiserschnitten herstellen. Diese drei Elemente unterscheiden wesentlich die Gruppen nicht vorbereiteter und vorbereiteter Frauen. Wir können also vorbringen, dass die Geburtsvorbereitungen indirekt auf die Vorbeugung der akuten fötalen Leiden wirken, indem sie die Frühgeburtlichkeit verringern. Eine zusätzliche Arbeit wäre notwendig, um diese Hypothese zu bestätigen. Doch durch diese Argumentation setzen wir ins Licht, dass die Vorbereitung A. Tomatis dieselbe Wirkung hat wie die klassische Vorbereitung.

3) Das Fruchtwasser

Um diesen Parameter zwischen den drei Gruppen zu vergleichen, betrachten wir:

  • den Modus des Sprungs

  • die Menge

  • die Farbe beim Sprung und bei der Austreibung

Modus des Sprungs

Der Sprung der Fruchtblase erfolgt nach verschiedenen Modi mit derselben Häufigkeit für die drei Gruppen. Statistisch sind sie also homogen mit:

  • 61 % künstlichem Sprung

  • 26 % Sprünge vor der Aufnahme

  • 10 % spontane Sprünge

  • 3 % Sprung im Lauf des Kaiserschnitts (Anhang, Tabelle Nr. 23)

Wir werden einfach einen höheren Prozentsatz hervorheben: 9 % Sprünge im Lauf des Kaiserschnitts in der Gruppe ohne Vorbereitung. Dies ist mit der höheren Zahl von Kaiserschnitten verbunden. Wir beobachten also weniger als zwei Drittel künstliche Sprünge und mehr als ein Drittel spontane Sprünge. Erinnern wir uns, dass wir eine doppelt so hohe Rate vorzeitiger Sprünge in der Gruppe A. Tomatis notiert hätten (23 % der Aufnahmegründe gegen 12 % für die anderen Gruppen). Doch die Tabelle zeigt, dass es in den drei Gruppen ebenso viele spontane Sprünge gibt.

Die Menge des Fruchtwassers

Wir finden ebenso viel normale Menge, Oligoamnion, Flüssigkeitsüberschuss für die drei Gruppen (Anhang, Tabelle Nr. 24), das heißt:

  • 95 % normale Menge

  • 2 % Oligoamnion

  • 3 % Flüssigkeitsüberschuss

Wir können also keine Schlussfolgerung zwischen der Vorbereitung mit der Methode Alfred Tomatis und der Menge des Fruchtwassers ziehen.

Studium der Farbe des Fruchtwassers beim Sprung

Ob es klar, mekoniumhaltig, blutig, gefärbt ist, die Verteilung ist identisch für die drei Gruppen:

  • 86 % normale Flüssigkeit

  • 8 % gefärbte Flüssigkeit

  • 4 % mekoniumhaltige Flüssigkeit

Sehen wir, ob sich diese Verteilung am Ende der Wehen verändert. Die Entwicklung der Farbe des Fruchtwassers im Lauf der Wehen ist ein Element, das erlaubt, die akuten fötalen Leiden zu diagnostizieren. Auch hier beobachten wir keinen signifikanten Unterschied zwischen den drei Gruppen. Wir können also sagen, dass es global am Ende der Wehen gibt:

  • 80 % klare Flüssigkeit

  • 9 % mekoniumhaltige Flüssigkeit

  • 10 % gefärbte Flüssigkeit (Anhang, Tabelle Nr. 25)

Indem wir die beiden Daten gegenüberstellen, beim Sprung und am Ende der Wehen, bemerken wir für die drei Gruppen, dass am Ende der Wehen:

  • weniger als 5 % klare Flüssigkeit

  • mehr als 5 % mekoniumhaltige Flüssigkeit

  • mehr als 1 % gefärbte Flüssigkeit (Anhang, Tabelle Nr. 26)

Wir erwähnen die blutigen Flüssigkeiten nicht, da sie in den beiden Gruppen identisch bleiben: 2 % für die Gruppe ohne Vorbereitung. Überdies sind sie nicht signifikant. Also: vorbereitet oder nicht, für die Frauen sind die Risiken gefärbter und mekoniumhaltiger Flüssigkeit identisch. Die drei Gruppen entwickeln sich auf dieselbe Weise im Lauf der Wehen.

4) Die Lage

Wir notieren keinen signifikanten Unterschied zwischen den drei Gruppen von Frauen hinsichtlich der Lagentypen:

95 % Schädellagen

4 % Steißlagen

1 % dystokische Lagen (Anhang, Tabelle Nr. 27)

Wir können also keine Verbindung zwischen der Vorbereitung und der Lage herstellen.

5) Das Kind

Vergleich der Geburtsgewichte:

  • Gruppe ohne Vorbereitung: 3180, + oder - 70 Gramm (4480 - 940)

  • Klassische Vorbereitungsgruppe: 3280, + oder - 35 Gramm (4580 - 1150)

  • Tomatis-Vorbereitungsgruppe: 3410, + oder - 90 Gramm (5000 - 2770)

  • Die Kinder der mit der Methode Alfred Tomatis vorbereiteten Gruppe haben ein höheres Geburtsgewicht: + 130 Gramm im Verhältnis zur klassischen Gruppe und + 230 Gramm im Verhältnis zur Gruppe ohne Vorbereitung. Die Unterschiede der Durchschnitte sind signifikant.

  • Zwei Elemente können indirekt auf die Gewichte wirken:

  • Die höhere Frühgeburtlichkeit in der nicht vorbereiteten Gruppe und geringeres Gewicht.

  • Die Frauen der Gruppe A. Tomatis gebären zwischen 40 und 41 Wochen Amenorrhoe.

  • Die klassisch vorbereiteten Frauen zwischen 39 und 40 Wochen Amenorrhoe. Nun aber ist die Gewichtszunahme der Föten am Ende der Schwangerschaft täglich bedeutend.

Studium der Apgar bei 1 Minute und 5 Minuten

  • Bei 1 Minute:

Die vorbereiteten Gruppen (klassisch und A. Tomatis) weisen keinen signifikanten Unterschied auf:

  • 86 % Apgar größer oder gleich 8

  • 11 % zwischen 4 und 8

  • 3 % unter 4

Die Kinder nicht vorbereiteter Frauen haben einen besseren Apgar bei 1 Minute.

90 % größer oder gleich 8

1 % unter 4 (Anhang, Tabelle Nr. 28)

  • Bei 5 Minuten:

Wir beobachten signifikante Unterschiede zwischen den drei Gruppen:

die Kinder sind zahlreicher, einen Apgar größer oder gleich 9 bei 5 Minuten zu haben: 98 % gegen 96 % und 93 % in den beiden anderen Gruppen

es gibt immer 1 % der Kinder der nicht vorbereiteten Gruppe, die unter 4 Apgar liegen

7 % der Kinder der klassischen Gruppe haben noch einen schlechten Apgar bei 5 Minuten, zwischen 4 und 8. Die beiden anderen Gruppen umfassen nur 2 % der Kinder. (Anhang, Tabelle Nr. 29)

Vergleichen wir die Apgar bei 5 Minuten mit jenen bei 1 Minute:

    • 7 % für die klassischen und nicht vorbereiteten Gruppen
    • 11 % für die Gruppe A. Tomatis
  • 1 % der Kinder der nicht vorbereiteten Gruppe bleibt nach 5 Minuten immer noch mit einem Apgar unter 4.

  • Für einen Apgar 4-8 bei 5 Minuten zählen wir eine Verringerung von 5 % der Kinder im Verhältnis zu 1 Minute für die nicht vorbereitete und klassische Gruppe. Hingegen zählt die Gruppe A. Tomatis 9 % weniger. Man geht von 11 % auf 2 %. Die Kinder einer Gruppe A. Tomatis erholen sich viel besser und schneller als die anderen Kinder.

Erinnern wir uns, dass die Gruppe A. Tomatis kürzere Wehen hat als die beiden anderen Gruppen, dass die Kinder ein höheres Geburtsgewicht haben und dass sie weniger Frühgeburtlichkeit zählt. Das kann diese Feststellung erklären.

Studium der arteriellen pH bei der Geburt

Wir vergleichen die arteriellen pH bei der Geburt der Kinder der 53 mit der Methode A. Tomatis vorbereiteten Frauen mit der Gesamtbevölkerung der Erstgebärenden im Jahr 1991, das heißt mit den Gruppen klassisch vorbereiteter und nicht vorbereiteter Frauen.

  • Für alle sind drei Viertel der pH größer oder gleich 7,20. Also haben 73 % einen guten pH.

  • 23 % moderate Azidosen

  • 6 % schwere Azidosen

Ohne statistisch signifikanten Unterschied notiert man jedoch für die Gruppe A. Tomatis 11 % schwere Azidosen, also mehr als 5 % als die Kontrollgruppe. Wir sind über diese hohe Zahl überrascht. Das Studium der vorhergehenden Parameter lässt sie nicht vorhersehen und erklärt sie nicht. Wir schlagen daher vor, die sechs Fälle anzusehen, um den Ursprung dieser Azidosen zu verstehen und ihre Auswirkung und neonatale Entwicklung einzuschätzen.

Wir finden:

  • Zwei fötale Leiden wegen Stagnation der Lage im mittleren Teil.

  • Zwei vorzeitige und verlängerte Sprünge mit Infektionsverdacht, der durch die bakteriologischen Entnahmen des Kindes nicht bestätigt wurde. Sie sind mit funikulären Anomalien (lose Umschlingung) assoziiert, davon ein schneller Wehenverlauf von 1h30 mit Auswirkung auf den Apgar 6-8-10.

  • Eine dynamische Dystokie, kaiserschnittentbunden bei 5 cm.

  • Eine funikuläre Anomalie mit sehr kurzem Nabelschnur. Einzige metabolische Azidose unter den sechs Fällen.

Diese pH-Anomalien sind hauptsächlich respiratorische Azidosen: fünf von sechs, mit guter Erholung, das heißt einem pH größer oder gleich 7,20 nach Kontrolle in den ersten Stunden ohne Auswirkung auf den Apgar. Wir werden die Fälle auf die zuvor studierten Parameter beziehen. (Abbildung Nr. 30 in den Anhängen)

Analyse der sechs Fälle schwerer Azidosen

  • Die Gruppe A. Tomatis ist mehr den vorzeitigen Blasensprüngen und den mütterlichen Hyperthermien während der Wehen ausgesetzt. Nun aber finden sich zwei vorzeitige und verlängerte Sprünge in den niedrigen pH, doch sie sind nicht durch mütterliches Fieber kompliziert.

Was die Stagnationen der Lage und die dynamischen Dystokien betrifft, ist die Gruppe A. Tomatis weniger exponiert als die beiden anderen Gruppen. Wir können also nicht behaupten, dass eine höhere Zahl dieser Pathologien neonatale respiratorische Azidosen in dieser Gruppe A. Tomatis im Verhältnis zu den beiden anderen Gruppen nach sich zieht.

Es scheint uns auch, dass eine bedeutende Zahl niedriger pH durch funikuläre Anomalien ausgedrückt wird: drei von sechs. Es wäre also interessant, die Häufigkeit dieser Anomalien zu erforschen und die Auswirkung auf die drei Gruppen zu vergleichen. Diese Studie würde uns erlauben, die höhere Zahl niedriger pH in der Gruppe A. Tomatis objektiv auszudrücken. Gegenwärtig, mit den in unserer Studie zusammengeführten Elementen, können wir nur diese Tatsache feststellen.

  • Für die moderaten Azidosen notieren wir 13 % der Fälle für die Gruppe A. Tomatis gegen 23 % für die Kontrollgruppe. Auch hier ist das nicht statistisch signifikant.

Wir werden also festhalten, dass 11 % der mit der Methode Alfred Tomatis vorbereiteten Frauen eine schwere neonatale respiratorische Azidose aufweisen. Sie korrigiert sich in den ersten Stunden. Sie scheint mit den vorzeitigen und verlängerten Blasensprüngen und mit funikulären Anomalien verbunden zu sein. Doch wir können diese Hypothese gegenwärtig nicht bestätigen.

Stillen bei der Entlassung

Vier Stillmodi werden aufgelistet:

  • mütterliches Stillen

  • gemischtes Stillen

  • künstliches Stillen

  • spezielle Diätetik

  • 77 % gegen

  • 60 % für die nicht vorbereitete Gruppe

  • 65 % für die klassische Vorbereitungsgruppe

Diese Prozentsätze mütterlichen Stillens für die nicht vorbereiteten und klassischen Gruppen werden statistisch als unterschiedlich betrachtet.

3 % der Kinder der klassischen und A. Tomatis-Gruppen profitieren von einem gemischten Stillen gegen 5 % für die nicht vorbereitete Gruppe. Doch dieser Unterschied ist nicht signifikant.

Was das künstliche Stillen betrifft, haben 29 % der klassisch vorbereiteten und nicht vorbereiteten Gruppen diesen Ernährungsmodus gegen 17 % für die Gruppe A. Tomatis. Das ist signifikant.

5 % der Kinder der nicht vorbereiteten Gruppe benötigen ein spezielles diätetisches Regime gegen 2 % für die anderen Gruppen. Die Unterschiede zwischen den drei Gruppen über die Stillzeit erfolgen also über die künstlichen Stillungen und die speziellen Diätetiken zugunsten der mütterlichen Stillungen für die Gruppe A. Tomatis (Anhang, Tabelle Nr. 31).

Wir werden also festhalten, dass die Eltern, die die Vorbereitung A. Tomatis verfolgen, vorziehen, ihre Kinder zu stillen, doch entsprechen die Wahl der Vorbereitung A. Tomatis und des Stillens einer gleichen Tendenz? Oder beeinflusst die Vorbereitung A. Tomatis den Stillmodus?

Wir können auf diese Fragen mit diesen einfachen Daten nicht antworten. Wir sind über die unterschiedlichen Raten zwischen den drei Gruppen hinsichtlich der speziellen Diäten nicht überrascht. Sie bestätigen die Schlussfolgerung der vorhergehenden Parameter (Frühgeborenes, fötales Leiden). Die nicht vorbereitete Gruppe ist mehr den geburtshilflichen, also neonatalen Pathologien ausgesetzt.

Schluss

Um die Auswirkung der audio-psychophonologischen Vorbereitungsmethode auf die Geburt und auf den Zustand des Kindes bei der Geburt zu erforschen, haben wir soeben die objektiven Parameter studiert, die sie qualifizieren. Die Gruppe A. Tomatis wird mit der Gruppe ohne Vorbereitung und mit der klassischen Vorbereitungsgruppe verglichen.

Wenn die Methode A. Tomatis die Vorbeugung der Frühgeburtlichkeit nicht verbessert, so begünstigt sie Geburten zwischen 40 und 41 Wochen Amenorrhoe, also einen Termin, der eine Woche höher liegt als bei den anderen Frauen. Hingegen stellen wir doppelt so viele vorzeitige Blasensprünge fest, ohne die Häufigkeit der künstlichen Auslösungen zu beeinflussen.

Der Durchschnitt der Wehendauer ist um fünfundvierzig Minuten geringer. Sie ist wesentlich auf die höhere Zahl von Frauen zurückzuführen, die in weniger als drei Stunden gebären.

Die uterine Dynamik dieser Frauen ist verbessert. Wir finden viermal weniger Hypokinesien der Häufigkeit, ohne dass es eine signifikante Verringerung der dynamischen Dystokien gibt.

Die vergleichende Studie der Pathologien der Wehen setzt ein um 8 % erhöhtes Risiko mütterlicher Hyperthermien für die Gruppe A. Tomatis ins Licht, doch die meisten bleiben isoliert. Die vorzeitigen Sprünge scheinen nicht allein verantwortlich für diesen Unterschied. Wir notieren weniger Fortschrittsmängel bei der Austreibung.

Das höhere Gestationsalter für die Frauen erklärt das höhere Geburtsgewicht (130 bis 230 Gramm mehr).

Nach dem Apgar bemerken wir, dass die „A. Tomatis-Babys" sich schneller und besser erholen als die anderen Kinder. Dies hängt wahrscheinlich mit dem Termin, dem Gewicht, der Wehendauer, dem vorzeitigen Blasensprung zusammen, der die pulmonale Reifung begünstigt. Im Gegensatz dazu zeigen die pH mehr schwere Azidosen, doch sie bleiben respiratorisch und korrigieren sich schnell.

Durch unsere Studie sind die vorzeitigen Blasensprünge, die mütterlichen Fieber und die Azidosen nicht oder nur teilweise erklärt. Wir stellen sie fest.

Die Pathologien scheinen keine größeren Auswirkungen zu haben. Das Fehlen von Komplikationen beweist, dass eine angemessene Versorgung zu einer guten Vorbeugung beigetragen hat.

Wir müssen uns fragen, ob die in unserer Studie bestehenden Verzerrungen nicht die erzielten Ergebnisse modifizieren.

Dritter Teil: Diskussion

A. Ist die Methode Alfred Tomatis zufriedenstellend?

B. Verzerrungen und Kritiken

C. Vorschläge

Wir haben in einem 1. Teil die Methode Alfred Tomatis und ihren Autor vorgestellt. Dann im 2. Teil hat das Studium von drei Vorbereitungsgruppen erlaubt, mit Strenge und Objektivität zu definieren, welche Elemente der Schwangerschaft oder der Geburt durch die Vorbereitung beeinflusst wurden. Nach dieser Analyse können wir nun in einem dritten Teil sehen, ob die Methode der phonischen Vorbereitung zufriedenstellend ist:

  1. Für die Patientinnen, die sie verfolgt haben,

  2. für Tomatis nach dem, was er davon erwartete,

  3. und schließlich für den medizinischen Stand.

Wir werden sodann die Verzerrungen und Kritiken als Grenzen unserer Studie erwähnen. Dann werden wir Vorschläge ins Auge fassen, um diese Vorbereitung in Foch für das Jahr 1992 zu verbessern, nach den studierten Feststellungen.

I) Die Hauptfrage, die diese Abschlussarbeit motiviert hat, ist die folgende:

„Ist die Methode Alfred Tomatis zufriedenstellend?".

  1. Unsere Studie erlaubt zu bestätigen, dass die werdenden Mütter global sehr zufrieden damit sind. Die Analyse der Hamilton-Skala und die im Wochenbett durchgeführten Interviews sind zwei ergänzende Mittel, dies einzuschätzen. Sie haben uns erlaubt, den Vorteil der Vorbereitung während der Schwangerschaft nachzuweisen.

Einer der Vorteile der Methode Alfred Tomatis, den wir hervorheben möchten, ist ihre NEUTRALITÄT, sowohl für die Patientinnen als auch für die Hebammen. Durch ihr ursprüngliches Prinzip bemerkt man, dass das Elektronische Ohr nicht, wie andere Vorbereitungen (Sophrologie, Yoga…), ein besonderes Training, eine bestimmte Lebensweise, ja eine Ideologie erfordert. Man bemerkt zum Beispiel, dass die Vorbereitung ihre Entscheidung in Bezug auf die Periduralanästhesie oder das Stillen nicht beeinflusst. Sie sagen, dass diese Wahlen „bereits getroffen" waren oder „völlig dissoziiert" sind. Man behält auch ihre Zurückhaltung in Bezug auf die Vorbereitung. Im Wochenbett sagen sie: „das Stillen läuft gut an, das Baby scheint ruhig, ich fühle mich in voller

Form… vielleicht ist es der Einfluss der Vorbereitung, ich weiß nicht?". Diese Reaktionen illustrieren gut die Nicht-Abhängigkeit in Bezug auf das Elektronische Ohr. Die am Ohr durchgeführte Arbeit erfordert natürlich eine Wiederholung mehrerer Sitzungen, doch in einer bestimmten Periode. Dieser Mechanismus wird dann von der Person beherrscht, die sich dank eines besseren Zuhörens, einer dynamischeren Statik selbst kontrolliert. Der Prozess unterhält sich durch die eigene Stimme der Frau. Diese „Details" scheinen uns wichtig für den Respekt einer Individualität.

Für eine zufriedenstellende Arbeit am Zuhören müssen die Sitzungen unter dem Elektronischen Ohr notwendig häufig und engmaschig sein, über eine bestimmte Periode. Das erklärt die Organisation der Vorbereitung: zwei wöchentliche Sitzungen während fünf Wochen. Dieser Rhythmus kann zwingend erscheinen. Er erfordert eine bedeutende Verfügbarkeit und Motivation von Seiten der Patientinnen. Diejenigen, die wir getroffen haben, haben das Problem bedacht, bevor sie sich in diese ergänzende Vorbereitung investierten. Sie empfinden ihn nicht so. Sie kommen verantwortungsbewusst, sich des Wohlbefindens bewusst, das ihnen diese Sitzungen verschaffen. Durch diese zwei Stunden, die sie sich nehmen, um sich zu entspannen, spüren sie den Einsatz einer Kommunikation mit dem Kind. Sie sind froh, so ins Krankenhaus zu kommen. Der Faktor Zeit ist also ein falsches Problem, das anfänglich zu lösen ist.

  1. Was sagen zu dieser neuen Verwendung des Elektronischen Ohrs im Verhältnis zu seinem Erfinder… wenn nicht, dass er nichts davon erwartete? Durch die Vielfalt seiner Anwendungsfelder sowie seine zahlreichen klinischen Feststellungen erwartete Tomatis keinen Beweis für die Vorteile seiner Methode. Der Einsatz des Elektronischen Ohrs in Foch für Doktor Alfred Tomatis war:
  • Einerseits die Genugtuung, seine Methode einem neuen Publikum zur Verfügung zu stellen

  • andererseits erlaubte es, diese in einem großen geburtshilflichen Zentrum durchzuführen, ihre Auswirkung auf strenge und objektive Weise zu studieren.

So konfrontiert er seinen Enthusiasmus mit der Zurückhaltung des medizinischen Standes. Doch er hofft, aus dieser Experimentierung eine Entwicklung der Methode durch die Hebammen und die Geburtshelfer zu erzielen. So erscheint das CMC Foch als ein Pilotzentrum, als Referenz, für die großen Entbindungskliniken, die sich in diese neue Vorbereitungsmethode investieren möchten.

Heben wir hervor, dass die Centres de l’écoute Tomatis Sitzungen für schwangere Frauen anbieten, doch sie sind nicht in einen Vorbereitungskurs integriert. Er legt die Zukunft dieser Methode in die Hände der Hebammen und Ärzte.

  1. Das medizinische Team stellt tatsächlich den dritten zu befriedigenden Begriff dar. Ihre Zurückhaltungen stellen eine durchaus reichhaltige Anforderung in Bezug auf eine Innovation im Bereich der Geburtsvorbereitung dar. Man muss sie also berücksichtigen.
  • Die Hauptkritik bezieht sich auf das Fehlen von Wirksamkeitsbeweisen im Moment der Geburt. Wir haben auf diesen Einwand durch die strenge Analyse der geburtshilflichen Parameter geantwortet. Gewisse Elemente sind signifikant unterschiedlich.

  • Es folgt eine Unzufriedenheit hinsichtlich der Bestände. 58 Frauen haben die Vorbereitung verfolgt für eine Entbindungsklinik, die mehr als 2000 Geburten pro Jahr durchführt… Die Zahl erscheint gering. Wir werden gewisse Vorschläge zu diesem Thema in einem folgenden Absatz erwähnen. Doch man muss berücksichtigen, dass die Methode erst im Januar 1991 eingerichtet wurde und dass sie der breiten Öffentlichkeit fast unbekannt war. Andererseits ist dieser kleine Bestand die Widerspiegelung eines grundlegenden Elements der Methode: die Bedeutung, die diese Vorbereitung der Individualität beimisst. Die Struktur in kleiner fester Gruppe, die eine Geselligkeit erlaubt, darf keinesfalls modifiziert werden. Doch die Art, in der sie eingerichtet ist, ist in gewissen Aspekten kritisierbar. Wir studieren dieses Problem in den Kritiken und Vorschlägen.

Welche waren die anfänglichen Motivationen des medizinischen Standes, die Verantwortung für diese Vorbereitung zu übernehmen?

  • Das Hauptziel war, eine Evaluation dieser neuen Geburtsvorbereitungsmethode durchzuführen.

Die auf die Schwangerschaft und die Geburt angewandte Methode Alfred Tomatis wurde in der Abteilung von Professor KLOPFENSTEIN, Entbindungsklinik im Osten Frankreichs, eingeführt. Es war nötig, dass ein großes geburtshilfliches Zentrum eine Analyse- und Evaluationsarbeit erstellt. Das CMC Foch hat diesem Ziel entsprochen.

Überdies vervollständigt es die in Vesoul durchgeführte Arbeit und nimmt teil an einer Öffnung dieser neuen Geburtsvorbereitung auf die breite Öffentlichkeit.

  • Diese Vorbereitung entspricht auch einer anderen vom medizinischen Team festgehaltenen Sorge:

Zahlreich sind die Frauen, die eine klassische Vorbereitung im CMC Foch verfolgen. Sie erkennen die Notwendigkeit für eine allgemeine Information über die Schwangerschaft und das Erlernen der Atemübungen für die Geburt an. Sie behaupten, dass diese Vorbereitung in großer Gruppe wenig ihr Erleben als schwangere Frau beeinflusst. Tatsächlich sind die Gruppen wichtig. Das erlegt einen didaktischen Kurs auf. Ein gewisser Aspekt der Vorbereitung wird alsdann verdeckt. Es ist also in Begriffen der Ergänzung, dass die phonische Vorbereitung anfangs ins Auge gefasst wurde. Diese Wahl gab der Entbindungsklinik des CMC Foch ein Image der Modernität mit der Sorge, ihren Patientinnen eine originelle und interessante Geburtsvorbereitung anzubieten. Der Vorschlag der Methode Alfred Tomatis in Foch widerspiegelt einen Willen, die ersten Mutter-Kind-Bindungen zu fördern. Tatsächlich sind die werdenden Mütter im Lauf der Sitzungen aufmerksam auf diese anfängliche Kommunikation. Überdies sensibilisiert ihre Originalität das Team auf diesen Punkt.

Diese Innovation hat eine nicht zu vernachlässigende mediale Auswirkung gehabt: „Parents Magazine", „Antenne 2" und andere Pressen sind angereist oder haben sich für das Thema interessiert. Es ist vielleicht nicht ohne Zusammenhang mit den 2013 Geburten, die am 31. Dezember 1991 gefeiert wurden!

Schluss

Die Methode Alfred Tomatis, im CMC Foch 1991 studiert, bringt trotz eines geringen Bestands zahlreiche Befriedigungen.

Die Patientinnen erwähnen sie mit Enthusiasmus.

Doktor Alfred Tomatis sieht eine Öffnung in der Verwendung des Elektronischen Ohrs für ein neues Publikum.

Diese strenge Analysearbeit gibt ihm konkrete und objektive Elemente, die die Wirksamkeit, die Auswirkung seiner Methode auf die Schwangerschaft und die Geburt studieren.

Schließlich kann sich der medizinische Stand auf diese Studie beziehen für die Evaluation einer neuen Technik, die die klassische Geburtsvorbereitung ergänzt.

II) Verzerrungen und Kritiken unserer Studie

Unser Wunsch nach Strenge und Objektivität hat notwendigerweise gewisse psychologische Aspekte verdeckt, gewiss subjektiver. Sie scheinen uns indes interessant. Nehmen wir als Beispiel die Hamilton-Skala. Sie ist nur ein kleines Mittel, um den psychologischen Komfort zu evaluieren, den die Frauen daraus zu ziehen scheinen. Sie studiert nur die Angst. Wir können einige Elemente erwähnen, die wir subjektiv wahrgenommen haben und die diesen „psychologischen Komfort" betreffen:

  • Die Ruhe der Babys, die von den Müttern bemerkt wird,

  • ihr Wohlbefinden im Wochenbett, ohne Befürchtung der Rückkehr nach Hause.

Wir müssen diese Studie als unvollkommen betrachten, da sie nur einen Aspekt der Methode Alfred Tomatis widerspiegelt. Zum Beispiel evaluiert die Hamilton-Skala nur die Angst während der Schwangerschaft. Dies erscheint uns ungenügend, um den psychologischen Zustand einer schwangeren Frau widerzuspiegeln. Eine ergänzende Arbeit könnte in diese Richtung vorgeschlagen werden. Nichtsdestoweniger ist diese objektive Studie notwendig, da die Schwangerschaft ein neues Anwendungsfeld des Elektronischen Ohrs ist. Strenge Ergebnisse werden erwartet.

Indes erlaubt uns die hauptsächliche Verzerrung dieser Abschlussarbeit, verursacht durch eine Bestandsunzulänglichkeit, nicht, viele signifikante Zahlen hinsichtlich der Geburt zu geben. Für zahlreiche Parameter konnten wir keine klare Schlussfolgerung ziehen zwischen:

  • Einem Fehlen von Unterschied zwischen den Gruppen

  • oder einem Unterschied, der durch den zu geringen Bestand verdeckt ist.

Die drei Gruppen sind nach ihren Beständen nicht vergleichbar.

III) Vorschläge

Aus dieser Grenze in unserer Arbeit hoffen wir viel auf die Fortsetzung der in Foch als Ergänzung der klassischen Vorbereitung vorgeschlagenen Methode Alfred Tomatis. Diese Kontinuität erscheint uns notwendig, um eine vollständigere Bilanz zu erstellen und den Erwartungen sowohl des medizinischen Teams als auch des A. Tomatis-Teams zu entsprechen.

Nichtsdestoweniger haben wir für eine bessere Befriedigung der Patientinnen aus unserer Studie über das Jahr 1991 einige Anregungen für 1992 geschöpft. Wir erlauben uns so, einige Bemerkungen zu äußern:

  • Das Elektronische Ohr wird nur zwei Stunden pro Woche für dieselbe Gruppe von 12 Personen verwendet, was den Bestand beträchtlich einschränkt und für eine so anspruchsvolle Technik, die jedem zugänglich ist, wenig erscheint. Es wäre wünschenswert, mehr Flexibilität ins Auge zu fassen, um einer sicher zahlreicheren Nachfrage zu entsprechen (da sie alle ihren Bekannten davon erzählt haben…). Dies würde eventuell die Ausbildung einer Hebamme erfordern.

  • Zusätzlich zu diesem Investment in Zeit und Personal erbittet man eine Zustimmung des Teams für eine bessere Information, einen leichteren Zugang und um zu erlauben, dass diese Methode sich entwickelt. Das CMC Foch ist ein Pilotzentrum. Andere Entbindungskliniken können sich darauf beziehen.

  • Schließlich, im Gespräch mit den Frauen im Wochenbett, hat man bemerkt, dass sie noch Fragen zur Methode hatten oder gewisse Aspekte nicht gut erfasst hatten:

  • die engmaschigen Sitzungen

  • die Unterbrechung zwischen dem Ende der Sitzungen und der Geburt…

Man könnte ins Auge fassen, am Ende der phonischen Sitzung eine Zeit freien Austauschs einzurichten.

  • Damit sie über das, was ihnen die Methode Alfred Tomatis bringt, sprechen können

  • auf gewissen Punkten beharren, um ihnen zu helfen, die Nuancen der Tomatis-Vorbereitung zu integrieren, wie: das Training, die Rolle der mütterlichen Stimme, die das Phänomen unterhält.

Schluss

Das Elektronische Ohr, Grundlage der Methode Alfred Tomatis, ist ein anspruchsvolles Mittel, um die Bedeutung einer Qualität des Zuhörens nachzuweisen. Für den Wissenschaftler Alfred Tomatis stellt dieses Gerät die Vollendung seiner Forschungen in der Audiophonologie dar.

Für den Kliniker Alfred Tomatis ist es nur der Ausgangspunkt eines gigantischen Fortschritts im therapeutischen Bereich.

Im Lauf seiner Beobachtungen und Erstaunensse hat er wahrgenommen, dass er durch die Reedukation des Ohrs die Vertikalität des Subjekts und seine psychologischen Reaktionen berührte. Der Einsatz ist beträchtlich, da ein besseres Zuhören erlaubt, dem Patienten einen Dynamismus und eine fester behauptete Stimme zurückzugeben. Es handelt sich um eine Öffnung auf die Kommunikation.

Durch Erweiterung seiner Arbeiten hat sich Alfred Tomatis für die Genese der Kommunikation in der Nuit Utérine interessiert. So ist, indem er dem klanglichen Erwachen des Fötus eine besondere Aufmerksamkeit widmete, die phonische Geburtsvorbereitung entstanden.

Das Elektronische Ohr erlaubt es den schwangeren Frauen, ihr Ohr zu „öffnen und zu bereichern", um entspannter und voller Vitalität zu sein.

Wie eine Frau im Wochenbett sagte: „die einfachste Sache, die ich meinem Kind bieten konnte, war, gut ausgeruht zu sein".

Die Theorie ist verführerisch, die Technik originell. Was ist der Beitrag dieser Studie für die im CMC Foch durchgeführte Experimentierung des Elektronischen Ohrs in der Geburtsvorbereitung?

Die ins Licht gesetzten Elemente können unter dem Begriff zusammengefasst werden: psychologischer Komfort:

  • Eine Verringerung der Angst während der Schwangerschaft,

  • ein heiterer Zugang zur Geburt,

  • die Rückkehr nach Hause, ins Auge gefasst ohne Befürchtung im Wochenbett.

In den objektiven Parametern der Geburt haben wir festgehalten:

  • Einen höheren Geburtstermin,

  • schnellere Wehen,

  • weniger Fortschrittsmängel bei der Austreibung.

Was die Kinder betrifft:

  • Ein höheres Gewicht,

  • eine bessere Erholung (nach dem Studium der pH).

Doch diese zu willkürlichen Daten widerspiegeln schwer das Erleben einer Geburt. Es wäre interessant, andere Parameter zu definieren, um den Vorteil einer Vorbereitung im Moment der Geburt zu studieren.

Welches sind die Auswirkungen, und wie setzt sich das am Ende der Schwangerschaft unter dem Elektronischen Ohr erzielte Phänomen fort?

Der Einsatz der Methode Alfred Tomatis ist, dank der mütterlichen Stimme und des durch die Reedukation des Zuhörens erzeugten Tonus, die Bereicherung der Mutter-Kind-Kommunikation. Die Tragweite seiner Entdeckung übersteigt also für Alfred Tomatis weitgehend die wenigen Stunden Vorbereitung im achten Monat der Schwangerschaft.

Es wäre fesselnd, eine longitudinale Studie durchführen zu können, um die Entwicklung der Kommunikation in utero des von Mozart und gregorianischen Gesängen gewiegten Fötus zu beobachten.

Was wird daraus nach der Geburt, in den ersten Tagen in der Entbindungsklinik, dann beim Säugling und beim jungen Kind?

Abbildungen des Originaldokuments

Schemata und Illustrationen aus dem PDF-Faksimile des Originalartikels.

Abbildung 1 — Faksimile S. 5

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Abbildung 2 — Faksimile S. 7

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Abbildung 3 — Faksimile S. 8

Abbildung 3 — Faksimile S. 8

Abbildung 4 — Faksimile S. 13

Abbildung 4 — Faksimile S. 13

Abbildung 5 — Faksimile S. 15

Abbildung 5 — Faksimile S. 15

Abbildung 6 — Faksimile S. 18

Abbildung 6 — Faksimile S. 18

Abbildung 7 — Faksimile S. 20

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Abbildung 8 — Faksimile S. 21

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Abbildung 9 — Faksimile S. 23

Abbildung 9 — Faksimile S. 23

Abbildung 10 — Faksimile S. 30

Abbildung 10 — Faksimile S. 30